Reise zu mir selbst

Beginn meiner Reise zu mir selbst – ein Gastbeitrag von Jenny

Nach dem Abi gleich studiert, Bachelor in Regelstudienzeit, mit 25 den Master abgeschlossen und gleich in einem großen Konzern in guter Position angefangen zu arbeiten, berufsbegleitende IHK-Ausbildung abgeschlossen, Verantwortungsbereich gewechselt und nach 7 Jahren bereits eine Senior-Position im gleichen Job. Von nichts kommt nichts, hieß es immer und tatsächlich bekam ich für meine Leistungen immer Anerkennung. Die Wertschätzung von Seiten meines Chefs fehlte hingegen. Zum Glück kam diese von Kollegen oder Kunden. Aber ich hatte gelernt, dass man nur weiterkommt, wenn man mehr Leistung bringt, sich weiterbildet, weitere Abschlüsse macht. Ich dachte sogar darüber nach berufsbegleitend einen weiteren Master zu absolvieren.

Doch dann holte mich meine Erkrankung wieder ein.

Ein gutartiger Nerventumor, der mir mit 17 Jahren entfernt wurde, wuchs bekanntermaßen wieder und weiter. Das Wachstum war langsam, aber er wuchs und mein Bauchgefühlt sagte mir, dass dort etwas unternommen werden muss. Da ich das Thema bereits einmal durchlebt hatte, wusste ich zwar was auf mich zukommt aber mein Wissen um die medizinischen Hintergründe und Co. machten es leider nicht einfacher. Das Wissen um das Risiko, dass sich die Nerven von dem Eingriff gegebenenfalls nie vollständig erholen und ich Empfindungs- und/oder Bewegungseinschränkungen in meinem rechten Arm zurückbehalte, sowie über die lange Reha-Phase war tatsächlich das schlimmste für mich. Ich mag meine Selbständigkeit und Freiheit sehr und hatte mir gerade erst einiges in sportlicher Hinsicht mit meinem Pferd erarbeitet. Ich wollte ungern wieder bei 0 anfangen müssen.

Startschuss zu mehr Achtsamkeit

Ich lief bestimmt 1,5, wenn nicht sogar 2 Jahre unterbewusst mit dem Thema schwanger. Die ungeklärte Situation verunsicherte mich und das Thema hing wie ein Damokles-Schwert über allem und vor allem über meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung. Beides war in der Zeit gefühlt einfach eingefroren. Ich konnte diesbezüglich einfach keine Entscheidungen treffen, da immer die Gedanken über die irgendwann bevorstehende OP mitschwangen. Vor etwas über einem Jahr habe ich dann eine Entscheidung getroffen. Ich wollte das Thema nicht weiter vor mir herschieben und sendete meine Unterlagen an den Spezialisten auf diesem Gebiet. Mein Bauchgefühlt hatte mich nicht im Stich gelassen.: Er sah definitiv Handlungsbedarf. Aufgrund von Corona erhielt ich im Juni meinen OP-Termin für Anfang September.Tatsächlich war bereits der Moment, in dem mir der OP-Termin mitgeteilt wurde, der Startschuss, für mich etwas ändern zu wollen. Ich begann Tagebuch zu schreiben, jeden Morgen Yoga zu praktizieren und mich vegetarisch zu ernähren sowie mich mehr mit dem Thema Achtsamkeit auseinanderzusetzen.

Mit einem Schlag alles wieder beim Alten

Die OP sowie die anschließende Rehabilitation liefen gut. Meine Stimmung war ganz ok, wobei ich sehr ungeduldig war wieder auf die Beine zu kommen und endlich durchstarten zu können. Doch 5 Monate nach der OP kam dann der Hammer. Beim Nachsorge-Termin wurde klar, dass aufgrund des Risikos von Kollateralschäden nur ein Teil des Tumors entfernt wurde. So ungefähr die Hälfte. Das war erst einmal ein Schock für mich. Das hatte ich nach der OP so nicht verstanden, aber auch nicht näher erfragt, da es hieß die OP sei gut gelaufen. Ich bin davon ausgegangen es wurde so gut wie alles entfernt. Daran sieht man mal wieder wie wichtig Kommunikation ist. Klar ist, das Thema ist erst einmal nicht vom Tisch, wird weiter beobachtet und es ist möglich, dass ich erneut operiert werden muss. Mit einem Schlag war ich wieder in derselben Situation wie vor der OP.

Jetzt erst recht!

Ich weiß nicht woher ich die Erkenntnis sowie die Kraft und Stärke nahm, aber für mich stand einige Tage nach dieser Botschaft fest: Jetzt erst recht! Von dieser Erkrankung will ich mich nicht weiter privat sowie beruflich blockieren oder einschränken lassen. Ich möchte leben, lachen, glücklich sein, viele neue und verrückte Dinge tun und mich auf gar keinen Fall von irgendetwas oder irgendjemandem bremsen lassen. Den Staub, den ich in den letzten Jahren angesetzt habe und der mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwertgefühl unter sich begraben hat, will ich endlich los werden, am besten so schnell wie möglich. Viel zu lange hat mich dieses Thema bereits gelähmt.

Coaching – JA, aber was und mit wem?


Irgendwie war es wie ein Befreiungsschlag und ich machte mich auf die Suche nach jemandem der mir beim „Staubwischen“ helfen kann. Durch Zufall stolperte ich bei Facebook über Sandra Kleine aus Dresden, die dort in einer Gruppe als Coach empfohlen wurde. Über ihre Webseite wurde ich dann auf das Purpose Coaching sowie das Purpose Network aufmerksam. Die Fragen: Wer bist du wirklich (wirklich) ?, Wann erlebst du dich wirklich? , und Wofür bis du wirklich auf dieser Welt? trafen bei mir sofort einen Nerv. Mir war klar: Genau das möchte ich herausfinden. Die Frage war nur noch mit wem. Ich landete bei meiner Recherche immer wieder bei Sandra. Nicht, dass es nicht auch Purpose Coaches in meiner Nähe gibt oder diese mir nicht sympathisch waren, aber ich fühlte mich von Sandras Beschreibung ihres persönlichen Weges zu ihrem Purpose sofort angezogen. Es gab einige Parallelen zu mir und ich dachte mir: „Hier bin ich richtig. Wenn mich eine versteht, dann sie“ . Und was soll ich sagen der erste Versuch war tatsächlich ein Treffer! Wir waren gleich beim Kennenlern-Gespräch auf einer Wellenlänge und hätten ewig so weiter quatschen können. Sandra ist unglaublich sympathisch, herzlich und offen und man merkt, dass sie für das brennt was sie tut. Dabei schafft sie eine unglaublich angenehme und vertraute Stimmung, sodass man sich sofort gut aufgehoben fühlt.

Beginn meiner Reise zu mir selbst

Dem Purpose Coaching vorangestellt ist ein Selbstreflexionsfragebogen, den man beantworten soll und damit beginnt die Reise. Mit vielen der Fragen hatte ich mich vorher noch nie konkret auseinandergesetzt. Demnach ist mir die Beantwortung einiger Fragen auch richtig schwergefallen. Zwischendurch stand mir auch immer wieder mal mein Perfektionismus im Weg. Am Ende habe ich es aber geschafft alle inneren Hürden zu überwinden und konnte viele Erkenntnisse für mich und über mich mitnehmen.
Im Rahmen des 1. Termins des Purpose Coachings ist Sandra mit mir dann noch einmal tiefer eingestiegen und wir sind den Fragen „Wer bin ich wirklich?“, „was zeichnet mich aus?“, „Was treibt mich innerlich an?“ auf den Grund gegangen. Wir haben quasi die Staubwedel in die Hand genommen und mich von meiner Staubschicht befreit.

Wahnsinn, was so ein Frühjahrsputz bewirken kann!

Am Ende des Tages war er dann formuliert, mein Purpose. Tadaaa: „Ich baue Brücken zwischen den Menschen, um sie aktiv dabei zu unterstützen sich besser zu fühlen“. Diese Selbsterkenntnis hat so gutgetan und mir sofort mehr Selbstvertrauen gegeben. Ich war am Ende des 1. Termins so glücklich und beseelt und hatte einiges zu verarbeiten. Gut, dass ich mir die beiden Tage Urlaub genommen hatte! Am nächsten Tag wagten wir dann den Sprung vom Sein ins Tun. „Was kann ich tun, um privat als auch beruflich mehr im Einklang mit mir und meinem Purpose zu leben?“ war die spannende Frage mit der wir uns beschäftigten. Am Ende der zwei intensiven Coaching-Tage standen neben Selbsterkenntnis und meinem Purpose auch konkrete Schritte zur Selbstverwirklichung fest. Einen dieser konkreten Schritte setze ich mit dem Schreiben dieses Artikels um, nämlich das Bloggen.

Der Weg ist das Ziel

Ich habe mich voll und ganz auf diese, teilweise emotionale Reise zu mir selbst eingelassen und es nicht bereut. Aus diesen intensiven Tagen habe ich so viel Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Stärke und Motivation mitgenommen und mich wieder mehr mit meiner Intuition verbunden. Jeder Termin mit Sandra ist Quality-Time für mich. Es ist Zeit, die ich mir ganz bewusst für mich nehme und in der ich gemeinsame mit Sandra an meinen Themen arbeite und jedes Mal unglaublich viele Gedankenanstöße und Erkenntnisse sowie Tipps und Tools mitnehme. Jeder Termin hallt eine ganze Weile nach und mein Unterbewusstsein verarbeitet noch Tage später. Ich nehme mir nun gezielt Zeit um nichts zu tun, um meinen Gedanken freien Lauf und dem Unterbewusstsein Zeit zum Verarbeiten zu lassen. Beim Yoga ist der Weg das Ziel und so ist es auch hier. Ich muss geduldig sein mit mir und auch wenn Ergebnisse, Fortschritte oder Veränderungen nicht immer direkt sichtbar sind, so passieren diese sehr wohl unsichtbar in uns selbst.

Seit dem Coaching arbeite ich daran mir selbst bewusster und weiterhin achtsam zu sein und reflektiere viel mehr, ob mir dies auch gelungen ist. Ich habe mich selbst wieder besser kennengelernt und weiß, dass ich, wenn ich will, alles schaffen kann. Der erste neue Schritt ist bereits gewagt und ich habe einen neuen Job angenommen, der meinem Purpose und meinen Stärken besser gerecht wird. Seit dem Coaching sehe ich viel positiver in die Zukunft und verspüre eine innere Stärke, die ich lange Zeit vermisst habe.

Mit den Worten von Lotte und Max Giesinger zu sagen: „Auf das, was da noch kommt“! Cheers!

Jenny

Danke fürs Mitnehmen auf deine Reise zu dir selbst, liebe Jenny!

We rise by lifting others.

Robert G. Ingersoll

Ich bedanke mich bei Jenny sehr für das Teilen ihrer persönlichen Geschichte und ihrer Entwicklung. Es erfüllt mich mit Stolz zu sehen, dass sie mit diesem Text einen ersten Schritt heraus aus ihrer Kompfortzone gewagt und somit ein kleines Experiment angegangen ist. Wie fühlt es sich an, wenn ich über Themen blogge, die mich beschäftigen?

Auch über ihre Worte, wie sie den Coaching Prozess und unsere Zusammenarbeit erlebt hat, freue ich mich sehr!

Ich finde es sehr inspirierend, welche Stärke sie hat und mit welcher Disziplin sie ihren Weg geht. Gleichzeitig bin ich sehr berührt über ihren Mut sich zu öffnen und dankbar, dass ich sie ein Stück ihrer Reise zu sich selbst begleiten durfte.

Alles Gute!

Sandra
Sandra

Mehr erfahren, wie auch du Klarheit über deinen Purpose und deinen Weg erlangen kannst

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