Anders als Geplant

Anders als geplant

Wenn mein Jahr ein Buch wäre, hätte es diesen Titel. Anders als geplant. So ein Jahresrückblick ist eine sehr persönliche Sache. Ich lasse daher bewusst einige Lebensbereiche aus im folgenden Text. Ich konzentriere mich auf das, wofür ich dankbar bin, was ich gelernt habe und womit 2021 beginnt.

Planen – wie geht das?

Nicht, dass ich ein große Planerin wäre. Ganz viel entscheide ich spontan – aus dem Bauch heraus. Ich übe noch, aber verstehe immer besser, was mein System mir mitteilen will. Intuitiv weiß ich, ob es sich eben gut anfühlt oder nicht. Auch meine spontanen Entscheidungen sind keine Übersprungshandlungen. Ich grübel schon eine Weile drauf rum im Vorfeld. Aber manchmal ist es wie eine Eingebung und plötzlich ist es klar.

Gute Entscheidungen treffen

Es ist nicht ganz leicht sich nur auf sich zu konzentrieren bei Entscheidungen. Wir sind ja Teil eines Gefüges. Ein familiäres oder berufliches Gefüge. Unsere Entscheidungen haben Einfluss auf das Gefüge, in dem wir uns bewegen.

Wenn sich ein Teil ändert, ändert sich das ganze System.

Auch wenn es risikobehaftet war, Anfang des Jahres meinen Job zu kündigen, in dem ich mich nicht wohl fühlte, war neben all den Absicherungssorgen, das Beste, was ich machen konnte für einen freien Start ins Jahr. Es war ein echtes Commitment für meinen Weg mich selbstständig zu machen und mein Tun selbstbestimmt zu gestalten.

Was uns eine sehr verlässliche Entscheidungshilfe ist, sind unsere Werte. Dazu habe ich in diesem Jahr ein kostenloses Workbook erstellt, mit dem du deine 3 wichtigsten Werte für dich erarbeiten kannst.

Dieses Jahr…

Puh, es hat uns einiges abverlangt. Mit C***** kam wirklich alles anders als geplant. Neben über 4 Monaten Lockdown mit einem Zuhause rumtobenden Kleinkind, lässt sich die Selbstständigkeit eben nur mit angezogener Handbremse starten. Keine Veranstaltungen mehr, keine Konferenzen, keine Netzwerktreffen, bei denen ich mich hätte bekannt machen können.

Ich bin dankbar und demütig für die Erfahrungen

Manches braucht einfach Zeit zum reifen. Außerdem sind es nicht Schnelllebigkeit und der anhaltende Stress, der uns Menschen am häufigsten krank macht in heutiger Zeit? Eine aufgezwungene Entschleunigung an vielen Stellen hat uns einmal mehr den Blick auf das lenken lassen, was uns wirklich wichtig ist, zum Beispiel Gesundheit und Familie. Welche Werte sind es bei dir?

Ich bin dankbar für die Erfahrungen. Mein Freund Martin und ich haben die Familienorga gewuppt und sind als Team zusammengewachsen. Ich blicke auf ein Jahr zurück, in dem ich Selbst gewachsen und gereift bin. Sich selbstständig zu machen, wird als die herausforderndste Übung in der Persönlichkeitsentwicklung beschrieben. Dieser Prozess wird noch eine ganze Weile laufen. Doch ich habe einige Hemmungen überwunden und mache mich peu à peu sichtbarer, bin in Social Media aktiv, drehe Videos, spreche in einem Podcast oder launche einen Newsletter. Alles sind Schritte in Richtung mehr Professionalität im Business und mehr Reife. Ich bin dankbar für die Menschen, die ich im Coaching begleiten durfte und welch warmherzige Resonanz ich dort erfahre.

Es geht doch

Vieles was Anfang des Jahres noch fern schien, lief in der 2. Jahreshälfte ganz automatisch. Trainings via Zoom, Vernetzungs- und Impuls Abende mit super coolen Tools um Interaktiv Leute kennenzulernen, die an anderen Bildschirmen sitzen. Beim BIG & GROWING Hamburg Online Vernetzungstreffen für uns Speaker beispielsweise nutzten wir Miro um uns kurz vorzustellen. Bei der virtuellen Weihnachtsfeier im Konnektiv62 trafen wir uns in https://www.wonder.me
Sicherlich fehlte hier und da das Zwischenmenschliche, eine Umarmung oder zufällige Begegnungen, an die man sich später gern erinnert, aber es war weit mehr möglich als ich es mir anfänglich vorgestellt hätte.

Im Purpose Coach Netzwerk the-purpsoe-network.com habe ich GleichgeSINNte, Weggefährtinnen für unser Movement und Freundinnen gefunden. Ich erlebe in den Arbeitskreisen dort Wertschätzung, Teamwork und Verbindung wie ich es mir für das neue Arbeiten wünsche.

Was 2021 kommt

Meine erste Amtshandlung im neuen Jahr, wird wie die letzte im alten Jahr, mein Lachyoga Meetup am 04.01.2021 um 18:00 Uhr sein. 30 Minuten Online Lachen. Melde dich bei mir, wenn du mitlachen möchtest.

Nächstes Jahr startet eine Impuls Session Veranstaltungsreihe vom The-Purpose-Network und ich gestalte am 13.01.2021 18-19 Uhr und 14.01.2021 9:00 -10:00 Uhr mit meiner lieben Kollegin Manja den ersten Impuls zum Thema Vision.

Am 19. und 20.02.2021 findet ein Purpose Workshop statt. Davon weitere 3 an der Zahl: mehr auf https://sandrakleine.de/purpose-workshop/

Auf meine Weiterbildung zum Agilen Teamcoach freue ich mich sehr.

Im Juni ist ein Purpose Retreat in der Pipeline!

Darüberhinaus hat 2020 mir erneut gelehrt, dass zu viel Planen, gar keinen Sinn macht. Ein bisschen Planen und dabei flexibel zu bleiben, aber schon. Evolutionär gesehen, überleben die Wesen, die am anpassungsfähigsten sind. Ich bin gespannt, welcher Buchtitel sich in 2021 etablieren wird.

Welcher Titel steht auf deinem Buch?

Komm gut ins neue Jahr.

Sandra Kleine

Warum ist Coaching für dich wertvoll?

In meinem Umfeld werde ich von Zeit zu Zeit auf mein neues Wirkungsfeld angesprochen. Coaching – aha. „Hat sich das Psychologiestudium ja doch gelohnt.“ Wer mit Persönlichkeitsentwicklung bisher eher wenig Berührungspunkte hatte, denkt möglicherweise direkt an Psychotherapie. Ist es aber nicht. Die Vorstellungen, was ich da genau mache, gehen weit auseinander. Das psychologische Grundwissen ist für mich dennoch nützlich, warum erfährst du in diesem Text.

Was ist Coaching?

Coaching ist ein intensives Eins zu Eins Gespräch in einem geschützten Rahmen, in dem die Kundin an ihrem individuellen Ziel arbeiten kann. Als Coach unterstütze ich sie dabei und lenke den Prozess gezielt durch Fragen und Übungen.

Meine Haltung als Coach

Ich gehe davon aus, dass mein Gegenüber psychisch gesund ist, es also keine psychische Erkrankung vorliegt. Psychische Erkrankungen können z.B. affektive Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, Süchte, Phobien, Traumata oder Zwangsstörungen sein. Das Anliegen von Psychologischer Psychotherapie ist die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit, durch z.B. Gesprächstherapie Einzeln, in Gruppe, Medikamentöse Behandlung uvm. Auf der Seite des Verbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen gibt es eine Übersicht welche Berufsbilder es in der Psychologie gibt und wann eine Psychotherapie ratsam ist.

Thematisch von einer Störung zur nächsten stolpernd, wurde während meines Psychologiestudiums wenig beleuchtet, was die Leute eigentlich mental glücklich und gesund macht, bzw. hält. Auch von Coaching habe ich nur von Business Coaching im Rahmen der Führungskräfte- und Personalentwicklung gehört. Im Business Coaching beauftragt i.d.R. die Firma X einen Coach um ihre Führungskräfte von Y nach Z zu entwickeln. Der Unterschied im Life Coaching oder Personal Coaching ist der Auftraggeber. Hier ist nämlich Auftraggeber und Kunde in einer Person.

Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe

Coaching ist für jedermann etwas ist, der durch nachdenken allein mit einer Fragestellung nicht weiterkommt. Klingt banal, aber oftmals erlebe ich die erstaunlichsten Aha-Erlebnisse bei vermeintlich kleinen Themen. Dies geschieht, weil wir im Coaching einen Perspektivwechsel vornehmen, ich gezielt Fragen stelle oder Kreativmethoden anwende durch die sich neue Lösungsräume eröffnen können. Als Coach setze ich Impulse, aber schlage keine konkrete Lösung vor. Im Coaching wollen die KundInnen in ihr eigenes Potenzial kommen oder ein bestimmtes berufliches oder privates Ziel erreichen. Die Fähigkeit zum Selbstmanagement ist entscheidend: Die KundInnen wissen am besten, was gut für sie ist. Wir müssen es nur gemeinsam ans Licht holen und Schritt für Schritt einen Fahrplan erarbeiten, wie sie ihr persönlich gewähltes Ziel erreichen können.

Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das bedeutet ein neues Leben beginnen.

Marc Aurel

Was ist Coaching nicht?

Neben der bereits angesprochenen Therapie, möchte ich noch zwei weitere Bereiche unterscheiden. Coaching wird oft in einem Atemzug mit Beratung und Training genannt. Das liegt zum Einen daran, dass viele Coaches auch Berater und Trainer sind, dennoch sind diese 3 Bereiche fachlich voneinander zu unterscheiden.

In einer Beratung suche ich Informationen von einem Experten. Der mir dann Lösungen aufzeigt. Z.B. in einer Gründerberatung bekomme ich erklärt, was die rechtlichen Rahmenbedingungen sind und was ich Schritt für Schritt zu tun habe, wenn ich mich selbstständig machen möchte.

In einem Training, was meistens in Gruppen stattfindet, werden durch Rollenspiele oder Gruppenarbeiten Situationen simuliert, in denen man gemeinsam ein bestimmtes Verhalten üben/ trainieren kann, z.B. ein Kommunikationstraining.

Wann ist Coaching nützlich?

Melden sich noch skeptische Anteile in dir, warum Coaching sinnvoll ist? Hier noch einmal ein kurzer Überblick:

Im Coaching arbeitest du an deinem persönlichen Wachstum und deiner individuellen Zielerreichung. Es unterstützt dich bei deiner professionellen und privaten Weiterentwicklung! Längst sind nicht mehr nur Führungsthemen relevant, sondern häufig führen Menschen die folgenden Fragestellungen ins Coaching.

  • Was will ich wirklich?
  • Wie kann ich mit einem Konflikt umgehen?
  • Wie kann ich meinen inneren Schweinehund überwinden und ins Tun kommen?
  • Wohin kann ich mich beruflich neu orientieren?
  • Wie kann ich meine Ziele erreichen und wo fange ich an?

Coaching zum Thema Purpose und Berufung funktioniert auch in der Gruppe, z.B. in einem Workshopformat. Dort arbeitet jeder an seinem individuellen Ziel, aber hat zusätzlich die Möglichkeit sich Feedback von den anderen Teilnehmern einzuholen und somit sein Selbstbild zu reflektieren.

Ganz gleich ob 1:1 oder in der Gruppe – Die meisten Kunden nehmen eine große Portion Selbsterkenntnis und Motivation für den eigenen Weg mit.

Du möchtest das auch erfahren?
Dann sprich mich gerne an und vereinbare dein kostenfreies Kennenlerngespräch.

Setz dir Ziele und genieße den Weg

004 Banner Sandra Kleine Blog

Selbstständigkeit trotz oder gerade wegen Corona? Ich habe mich im Frühjahr natürlich leicht gegrämt, dass es ja wohl keinen schlechteren Zeitpunkt hätte geben können für den Start in die Selbstständigkeit. Mit angezogener Handbremse im Home-Office mit Home-Kindergardening und Home-Nervenzusammenbruching – wie ich es in Social Media mal so schön aufgeschnappt hatte.
Als Mensch, der seine Energie über den Austausch mit anderen Menschen bezieht, litt ich schon arg unter der Isolation. Andererseits gab es aber auch nichts zu verpassen. Auf eine Art beruhigned, dass ich auf keinerlei Netzwerkveranstaltungen rumturnen oder von Termin zu Termin stürzen musste. Immer im Außen unterwegs. Höher, schneller, weiter.

Wie lange wollen wir eigentlich noch so weitermachen?

Raubbau an der Umwelt, Massentierhaltung und Import von Billigstwaren, die nach geplanter Obsoleszenz direkt wieder auf dem Müll landen, der wiederum nach Übersee verschifft wird, damit wir hier Platz zum weiter shoppen haben. Boar, da werde ich rasend und meine Gedanken überschlagen sich. Versuche ich doch schon seit geraumer Zeit

Die Krise und der Lockdown haben einmal mehr gezeigt, worauf es wirklich ankommt im Leben. Ein sehr eindrückliches Zitat im Netz zu der Zeit war für mich die Aussage: „Ist es nicht erstaunlich, dass die Wirtschaft zugrunde geht, wenn die Menschen 8 Wochen lang nur das kaufen, was sie wirklich brauchen?“

Die Zeit im Lockdown wirft nicht nur wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen auf, sondern auch Persönliche:

> Was brauche ich wirklich?
> Warum mache ich das, was ich mache eigentlich unabhängig vom Geld verdienen? Diese Frage betrifft Privatpersonen genauso wie Menschen in ihren Führungsrollen und ganze Organisationen!
> Welchen Wert stifte ich und das Unternehmen, für das ich arbeite?
> Was ist mir besonders wichtig im Leben?
> Was bedeutet für mich ein gutes Leben?
> Wie kann ich die Aktive kommen und mein BerufsLEBEN sinnvoll gestalten?
> Wie kann ich mich einbringen für eine bessere Welt?

Sein und Tun – Der Schlüssel liegt im Purpose

Gerald Hüther – Neurobiologe, Autor und beliebter Gesprächspartner, wenn es um das Thema Lernen und Schule der Zukunft geht – sagte in einem Podcast Interview, dass Menschen, die mit sich eins sind, der Todfeind eines jeden Marketingstrategen seien.

Ja! Denn dieses gesellschaftlich anerzogene Konsumieren, ist nur ein kurzfristiger Glücklichmacher. Was uns auf lange Sicht glücklich und zufrieden macht, sind wahrhaftige Beziehungen. Gesehen werden und um unser Selbst willen gemocht zu werden, nicht um eine Rolle oder Darstellung. Dazu müssen wir aber erst (wieder) erkennen, wer wir wirklich sind und was wir damit machen um es hinaus in die Welt zu tragen. Und darum braucht es Purpose Coaches trotz und gerade wegen Krisen, wie Corona! Für diese Orientierung biete ich an 2 aufeinanderfolgenden Tagen ein intensives Coachingpaket an, denn jeder Mensch braucht mal jemanden, der einen an die Hand nimmt ein Stück.

„Setz dir Ziele und genieße den Weg“

… ist sozusagen zu meinem Leitsatz geworden. Ähnlich wie ‚Der Weg ist das Ziel‘ ist dieses Motto aber nochmal stärker für mich! Den Weg auch genießen. Nicht nur zweckorientiert unterwegs sein, sondern dabei auch Genuss und Freude empfinden! Den Weg also auch schön gestalten! Gleichzeitig ist es für mich auch immer wieder die Erinnerung, wenn mein Weg nicht ganz so geradlinig verläuft, dies auch als Teil des Weges zu akzeptieren und trotzdem was Gutes darin zu finden. Ganz so wie selbstständig machen zu Coronazeiten. Oder die Krise auch als Einladung zu verstehen, sich über Sinn Gedanken zu machen.

Sandra Kleine
Sandra Kleine

Warum ich Purpose Coach geworden bin? Teil 3/3 – Entscheidungen treffen

Blog Sandra Kleine

Nach einem arbeits- und fortbildungsreichen Jahr 2019 bis Anfang 2020 war ich zwar mit Vollgas auf meinem Weg unterwegs, was mich unglaublich stolz machte! Das rote Fähnchen auf dem Zielberg war endlich wieder zu sehen. Aber es war auch ultra anstrengend! Nach der Elternzeit stieg ich in einen neuen Job ein, wo ich mich beweisen wollte, wobei ich mit der Umstellung vom slowly Baby-Life auf diese getaktete Arbeitswelt schon genug zu tun hatte. Das Umfeld war für mich noch nicht stimmig. Coach zu sein im Nebenberuf hieß tagsüber Geld verdienen, nachmittags Familienzeit, abends teilweise berufliche Veranstaltungen, teilweise online Weiterbildungen oder auf längeren Seminaren weg zu sein. Der Aufbau meiner Selbstständigkeit war praktisch erst nach 21Uhr möglich. Dennoch entstand autodidaktisch meine Website und ich hatte die ersten Gespräche. Und schon war ich wieder drin im Hamsterrad von eigenen Vorstellungen und Leistungsdruck – konfrontiert mit Antreibern aus meiner Erziehung: Reiß dich zusammen und streng dich an! Mach schnell! Alles nach dem Motto: Alles, was nicht tötet, härtet. Puh!

Moooment, was war nochmal genau mein Ziel? Ich möchte mehr Freiraum um glücklich und sinnerfüllt zu arbeiten und mir mein (Arbeits-)Leben so zu gestalten, wie es zu mir passt.

Wie du herausfinden kannst, was zu dir passt?

Manchmal bedarf es dafür mehr Zeit und Tiefe, z.B. in einem Coaching, aber hier 2 kleine Anregungen. Die klassische Pro/Contra-Liste kennst du vielleicht. Diese eignet sich sehr gut, wenn du ein analytischer Typ bist und gern verschiedene Szenarien für dich durchdenkst. Allerdings erinnere ich nochmal an Learning 3 aus meinem letzten Blogartikel. Herz über Kopf! Oder was sagt das Bauchgefühl dazu? Die Gefahr besteht leider, dass du Entscheidungen triffst, weil du denkst, dass man das so macht, weil die Erziehung und die Gesellschaft das so von dir erwartet. Ohne dass es vielleicht deinem innersten Vorstellungen entspricht. In der Psychologie nennt man das Phänomen Soziale Erwünschtheit, was in Fragebögen oft durch Kontrollfragen versucht wird herauszumitteln.
Wie kannst du dich aber beim selbst befragen, davor schützen sozial erwünscht zu entscheiden? Und wie kannst du wieder mehr auf dein Bauchgefühl hören? Meditation kann ein Weg sein wieder mehr in die Intuition zu kommen. Höre in der Stille genau in dich hinein und sei offen, was da kommt.
Eine weitere Methode, die ich sehr erstaunlich finde, ist an die Kinesiologie angelehnt. Du stehst mit geschlossenen Augen, Beine hüftbreit auseinander und Arme neben dem Körper. Stelle dir im Geiste eine Frage, die du mit Ja oder Nein beantworten könntest. Und dein Körper wird dir die Antwort zeigen. Vorbewusst weiß dein System schon, was gut für dich ist, bevor es dir gedanklich bewusst ist. Bei einem Ja, zieht es deinen Körper sanft nach vorn. Bei einem Nein zieht es ihn sanft zurück. Probiere es doch einfach mal aus.

Anfang diesen Jahres fasste ich den Entschluss: Erst wenn eine Tür wirklich zu ist, kann eine Neue aufgehen, wie meine Mama früher immer schon zu mir gesagt hat. Nicht alle Prägungen aus der Erziehung sind negativ, es gibt auch viele positive. 😉 Ich hörte auf mein Herz, weniger auf die Bedenken, denn ich möchte meinen Traum mit ganzer Kraft verfolgen können und nicht nur so nebenbei. Außerdem habe ich schon immer einen Hang zu Sprüngen ins kalte Wasser gehabt. So bin ich Anfang des Jahres voll und ganz in die Selbstständigkeit gestartet.

Nun noch die Beantwortung der Frage: Warum bin ich eigentlich Purpose Coach geworden? Wegen all dem – meinen Erfahrungen, Überzeugungen und Stärken. Ich kann etwas bewirken für eine bessere Welt. Weil das äußere Wachstum, dem inneren Wachstum folgt, helfe ich Menschen nun dabei sich selbst und damit auch automatisch ihren Weg zu finden. So gestalten wir gemeinsam eine bessere, friedlichere, nachhaltigere, liebevollere, authentischere, sozialgerechtere Welt von innen heraus und gleichzeitig ein angenehmeres Miteinander im Alltag und im Berufsleben.

Habe den Mut deinem Bauchgefühl zu vertrauen und gestalte deinen Weg!

Warum ich Purpose Coach geworden bin Teil 2/3 – Erkenntnis

Erkenntnis

Ich bin so, wie ich bin. Und ich will nicht in einer Arbeitswelt mitmachen, deren Sinn und Werte ich fragwürdig finde. Gewinnmaximierung, Karriereleiter, Firmenparkplatz, Machtgerangel, fehlende Anerkennung, Ungerechtigkeit u.s.w. Kein Wunder, dass da beinah jeder vierte Deutschte unmotiviert auf Arbeit geht (laut einer globalen Studie zur Mitarbeiterzufriedenheit vom dänischen Unternehmen Peakon). Noch nicht mal ein Drittel der befragten Deutschen können behaupten, dass die Werte ihrer Firma mit dem überein stimmen, was Ihnen auch selber wichtig ist im Leben. Dabei zeigen doch weitere Auswertungen (The Centre for Economic Performance Publications Unit, 2017/ Gallup Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit uvm.) schon sehr deutlich: Arbeit mit Sinn ist wesentlich für unser Glück!

Tipp 1: Nicht du musst dich passend machen für den Job, sondern du musst das passende Umfeld für dich finden und gestalten.

Ich bin so, wie ich bin. Und das ist auch ok so. Mit Entwicklungspotenzial, klar. Aber das war ja schonmal Herausforderung Nummer eins, nachdem ich durchs Schul- und Ausbildungssystem verkorkst worden bin und fast 4 Jahre nach Fehlern auf Onlineshops gesucht habe um auf deren Verbesserung hinzuweisen. Diese Konzentration auf die Defizite ließ mich irgendwann auch bei mir nur Defizite sehen.

Tipp 2: Lege den Fokus auf das, was schon da ist, nicht auf das, was noch fehlt!

Wie ich im 1. Blogbeitrag bereits angeteasert habe, machte ich während meiner Elternzeit verschiedene Selbsterfahrungen zur Berufsorientierung und Reflexion, wodurch ich wieder mehr in Kontakt mit mir kam. Was kann ich wirklich gut? Was will ich eigentlich wirklich? Welche Möglichkeiten habe ich? Wie kann ich mein Ziel, wieder motiviert an die Arbeit zu gehen, erreichen?

Tipp 3: Manchmal ist es ratsam den Kopf dabei nicht zu viel zu Wort kommen zu lassen, sondern nach innen zu schauen, was das Herz eigentlich sagt!

Empfehlen kann ich z.B. das Kleben einer Visionscollage mit einer bestimmten Fragestellung, z.B. welche Werte mir in meinem Leben wichtig sind. Beim Intuitionsmalen mit Carola konnte ich ausdrücken, was sich aus meinem Unterbewussten so zeigen will. Die Coachingausbildung klang schon immer mal durch, aber es bedurfte wohl noch weiteren Berührungspunkten, um die Idee reifen zu lassen und den nötigen Mut zu sammeln. Auf Netzwerkveranstaltungen, z.B. der TUN in Dresden sprach ich mit verschiedenen Leuten, die die unterschiedlichsten Dinge machen und darin Sinn und Zufriedenheit finden.

Tipp 4: Sprich mit Leuten, außerhalb von deinem Dunstkreis. Das ermöglicht einen Perspektivwechsel und Inspiration. Manchmal kommt dann eins zum anderen.

Ich lernte Katja kennen und Coaching lieben. In 2 intensiven Coachingtagen habe ich mich wahrhaftig sehen und annehmen können. Das bin ich – mit meinem Wesen, meinen Gefühlen, meinen Fähigkeiten und Stärken. Gleichzeitig habe ich eine Wegbegleiterin, Mentorin, Bürokollegin und Freundin gefunden. Danke! Erfüllt und glücklich hatte ich einen Plan, den ich Schritt für Schritt anging. Das möchte ich auch anderen Menschen ermöglichen.

Diese Erkenntnis Ende 2018 machte richtig laut Klick: ich bin wichtig, ich KANN es etwas bewirken für eine bessere Welt! Mein Purpose.

Tipp 5: Mach es! Viel Freude dabei!

Auch ein kleiner Stein, schlägt große Wellen.

Sprichwort