Es geht um deine Werte

Es gibt keine Zufälle!

Zwei Begebenheiten veranlassen mich dazu diesen Blogbeitrag dem Thema Werte zu widmen, oder eigentlich Drei. Drittens: es ist einfach wichtig!

Erste Begebenheit, ich habe mir und meinem Freund letztes Jahr ein Spiel geschenkt, mithilfe man spielerisch seine Werte als Paar entwickeln kann. Es lag eine ganze Weile nur da, bis es uns erst kürzlich gerappelt hat, es einfach mal auszuprobieren. Es war hochinteressant über die eigenen und die gemeinsamen Werte zu sprechen, die unterschiedlichen Assoziationen der einzelnen Werte zu beleuchten und dadurch die Perspektive zu wechseln. Es hat uns in unseren verbindenden Elementen gestärkt und unabhängig von gängigen Alltagsthemen ins Gespräch gebracht.

Zweitens ein Instagram Post , der mich darauf aufmerksam machte, welche Wirkung die Sternenkonstellation Merkur in der Waage auf uns Menschen derzeit haben kann.

„Ausgleichende und ehrliche Kommunikation in zwischenmenschlichen Verbindungen. …Jetzt kannst du nochmal mehr klar Deine Werte mitteilen und Verantwortung für das übernehmen, was dir wirklich wichtig ist!“

Melinda Violet Fleshman

Kennst du deine Werte?

Werte sind das, was uns am umfassendsten motiviert. Sie leiten unsere Einstellungen und unser Handeln, auch unbewusst. Sie sind in uns verankert und prägen unseren Blick auf die Welt und unsere Vorstellung vom guten Leben. Unsere Grundwerte ändern sich i.d.R. auch nicht über die Lebensspanne. Es kann sein, dass manche mehr Bedeutung erfahren, weil sie in bestimmten Lebensphasen relevanter sind, als andere oder du auch eine andere Reihenfolgen oder Priorisierung vornehmen möchtest. Aber dein Wertegerüst wird sich nicht einmal komplett umstülpen.

Wie findest du deine Werte?

Ganz klassisch kannst du dir mal analog eine Werteliste zur Hand nehmen. Meist enthält sie ca. 30 Wertebegriffe, z.B. Vertrauen, Gesundheit, Respekt, Offenheit, Familie u.v.m.
Und entscheide dich für deine wichtigsten 3. Nicht grübeln, Tempo ist gefragt. Entscheide aus dem Bauch heraus, unabhängig davon, was gerade gesellschaftlich angesagt ist oder nicht. Was ist dir besonders wichtig?
Eine schöne Möglichkeit bietet Ein guter Plan mit ihrem Online Werte Test. Diesen kannst du in wenigen Minuten ganz bequem durchlaufen.

Für eine Gruppe habe ich eine schöne Übung, die ich mit meiner Kollegin Manja im Berufungsworkshop gemacht habe. Eine Bootübung. Jeder der Teilnehmer darf mit 7 Werten im Gepäck das Boot betreten. Es gibt dann aber Startschwierigkeiten und das Boot muss leichter werden. Jeder Teilnehmer muss 3 Werte über Bord werfen.
Endlich geht die Fahrt los, der Blick schweift in die Ferme, die Werte fest in der Hand. Plötzlich zieht ein Sturm auf. Um auf hoher See zu überleben muss jeder 2 weitere Werte loswerden. Es wird immer schwieriger, aber hilft ungemein abzuwägen, welcher ist mir jetzt aktuell am wichtigsten. Endlich Land in Sicht, juhuu. Aber es sind 2 Inseln und es gibt für jeden Teilnehmer nur ein Beiboot. Auf der einen Insel wird Wert 1 gelebt auf der anderen Insel wird hauptsächlich Wert 2 gelebt. Zu welcher Insel ruderst du?

Warum ist es wichtig, deine Werte zu kennen?

Werte sind unsere Inseln. Sie geben uns Orientierung und Klarheit, sind uns ein innerer Kompass. Wir richten unser Tun auch ganz unbewusst nach unseren Werten aus. Aber wenn wir uns unserer Werte bewusst sind, bekommt unser Tun eine tiefe Bedeutung. Uns ist klar, wofür wir etwas machen wollen, weil es uns wichtig ist.

> Du kannst leichter Entscheidungen treffen. Entspricht etwas meinen Werten? Will ich das wirklich?
> Du trittst selbstbewusster auf. Dein Selbst ist dir bewusster.
> Dir fällt leichter zu erkennen, welche Menschen, Umgebungen, Jobs zu dir passen.
> Nach deinen Werten leben und arbeiten macht dich glücklicher.

Wenn du deinen Werten weiter auf die Spur kommen willst oder eine Sparring Partnerin zur Reflexion deiner aktuellen Situation brauchst, melde dich gern bei mir.

Ich wünsche dir eine wertvolle Zeit!

Sandra Kleine
Sandra Kleine

Hinweis: keine Werbelinks, lediglich Namensnennung.

Warum ist Coaching für dich wertvoll?

In meinem Umfeld werde ich von Zeit zu Zeit auf mein neues Wirkungsfeld angesprochen. Coaching – aha. „Hat sich das Psychologiestudium ja doch gelohnt.“ Wer mit Persönlichkeitsentwicklung bisher eher wenig Berührungspunkte hatte, denkt möglicherweise direkt an Psychotherapie. Ist es aber nicht. Die Vorstellungen, was ich da genau mache, gehen weit auseinander. Das psychologische Grundwissen ist für mich dennoch nützlich, warum erfährst du in diesem Text.

Was ist Coaching?

Coaching ist ein intensives Eins zu Eins Gespräch in einem geschützten Rahmen, in dem die Kundin an ihrem individuellen Ziel arbeiten kann. Als Coach unterstütze ich sie dabei und lenke den Prozess gezielt durch Fragen und Übungen.

Meine Haltung als Coach

Ich gehe davon aus, dass mein Gegenüber psychisch gesund ist, es also keine psychische Erkrankung vorliegt. Psychische Erkrankungen können z.B. affektive Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, Süchte, Phobien, Traumata oder Zwangsstörungen sein. Das Anliegen von Psychologischer Psychotherapie ist die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit, durch z.B. Gesprächstherapie Einzeln, in Gruppe, Medikamentöse Behandlung uvm. Auf der Seite des Verbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen gibt es eine Übersicht welche Berufsbilder es in der Psychologie gibt und wann eine Psychotherapie ratsam ist.

Thematisch von einer Störung zur nächsten stolpernd, wurde während meines Psychologiestudiums wenig beleuchtet, was die Leute eigentlich mental glücklich und gesund macht, bzw. hält. Auch von Coaching habe ich nur von Business Coaching im Rahmen der Führungskräfte- und Personalentwicklung gehört. Im Business Coaching beauftragt i.d.R. die Firma X einen Coach um ihre Führungskräfte von Y nach Z zu entwickeln. Der Unterschied im Life Coaching oder Personal Coaching ist der Auftraggeber. Hier ist nämlich Auftraggeber und Kunde in einer Person.

Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe

Coaching ist für jedermann etwas ist, der durch nachdenken allein mit einer Fragestellung nicht weiterkommt. Klingt banal, aber oftmals erlebe ich die erstaunlichsten Aha-Erlebnisse bei vermeintlich kleinen Themen. Dies geschieht, weil wir im Coaching einen Perspektivwechsel vornehmen, ich gezielt Fragen stelle oder Kreativmethoden anwende durch die sich neue Lösungsräume eröffnen können. Als Coach setze ich Impulse, aber schlage keine konkrete Lösung vor. Im Coaching wollen die KundInnen in ihr eigenes Potenzial kommen oder ein bestimmtes berufliches oder privates Ziel erreichen. Die Fähigkeit zum Selbstmanagement ist entscheidend: Die KundInnen wissen am besten, was gut für sie ist. Wir müssen es nur gemeinsam ans Licht holen und Schritt für Schritt einen Fahrplan erarbeiten, wie sie ihr persönlich gewähltes Ziel erreichen können.

Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das bedeutet ein neues Leben beginnen.

Marc Aurel

Das Thema hinter dem Thema

Das Spannende im Coaching ist häufig, dass sich hinter einer anfänglichen Fragestellung ein tiefer sitzendes Thema verbirgt, was sich im Laufe des Gesprächs zeigt. Dies können beispielsweise Glaubenssätze sein, die uns blockieren in die Umsetzung oder Veränderung zu kommen. Gefühle, die uns erst einmal leiten, wo es sich lohnt noch einmal näher hinzuschauen. Hier ist eine große Empathiefähigkeit gefragt, aber auch eine professionelle Abgrenzung. Und hier hilft mir mein psychologisches Grundwissen dabei zu erkennen, wann es ratsam ist eine Psychologische Psychotherapie zu empfehlen.

Was ist Coaching nicht?

Neben der bereits angesprochenen Therapie, möchte ich noch zwei weitere Bereiche unterscheiden. Coaching wird oft in einem Atemzug mit Beratung und Training genannt. Das liegt zum Einen daran, dass viele Coaches auch Berater und Trainer sind, dennoch sind diese 3 Bereiche fachlich voneinander zu unterscheiden.

In einer Beratung suche ich Informationen von einem Experten. Der mir dann Lösungen aufzeigt. Z.B. in einer Gründerberatung bekomme ich erklärt, was die rechtlichen Rahmenbedingungen sind und was ich Schritt für Schritt zu tun habe, wenn ich mich selbstständig machen möchte.

In einem Training, was meistens in Gruppen stattfindet, werden durch Rollenspiele oder Gruppenarbeiten Situationen simuliert, in denen man gemeinsam ein bestimmtes Verhalten üben/ trainieren kann, z.B. ein Kommunikationstraining.

Wann ist Coaching nützlich?

Melden sich noch skeptische Anteile in dir, warum Coaching sinnvoll ist? Hier noch einmal ein kurzer Überblick:

Im Coaching arbeitest du an deinem persönlichen Wachstum und deiner individuellen Zielerreichung. Es unterstützt dich bei deiner professionellen und privaten Weiterentwicklung! Längst sind nicht mehr nur Führungsthemen relevant, sondern häufig führen Menschen die folgenden Fragestellungen ins Coaching.

Was will ich wirklich?
Wohin kann ich mich beruflich neu orientieren?
Wie kann ich mit einem Konflikt umgehen?
Wie kann ich meinen inneren Schweinehund überwinden und ins Tun kommen?
Wie kann ich meine Ziele erreichen und wo fange ich an?

Coaching zum Thema Purpose und Berufung funktioniert auch in der Gruppe, z.B. in einem Workshopformat. Dort arbeitet jeder an seinem individuellen Ziel, aber hat zusätzlich die Möglichkeit sich Feedback von den anderen Teilnehmern einzuholen und somit sein Selbstbild zu reflektieren.

Ganz gleich ob 1:1 oder in der Gruppe – Die meisten Kunden nehmen eine große Portion Selbsterkenntnis und Motivation für den eigenen Weg mit.

Du möchtest das auch erfahren?
Dann sprich mich gerne an und vereinbare dein kostenfreies Kennenlerngespräch.
sandrakleine.de/kontakt

Was motiviert dich, das zu machen, was du jeden Tag machst?

Es gibt zwei Wege der Motivation : „weg von etwas“ und „hin zu etwas“.

Früher

war mein Antrieb stark „weg von“ geleitet. Ich wollte aus einem unliebsamen Job nach dem anderen einfach nur wieder raus. Anfangs war die Abwechslung spannend, aber ich war nur wenig erfüllt davon. Ich habe glücklicherweise verstanden, dass ich grundständiger anfangen muss.

> Was will ich eigentlich?
> Was treibt mich an?
> Wofür möchte ich mit meiner Arbeitskraft beitragen?

Dies möchte ich meinen KundInnen im Purpose Coaching auch ermöglichen! Jeder Mensch hat eine individuelle Antriebskraft. Ich möchte, dass jeder diese für sich (wieder) entdecken und nach ihr sein (Berufs-)Leben ausrichten kann. Das kann sehr vielseitig sein. Ein Ehrenamt ausüben, die Arbeitszeit verändern, die Abteilung wechseln oder ganz neu umzusatteln. Mit Selbstreflektion und Selbsthilfelektüre kann schon viel klarer werden. Aber im Austausch, im Gespräch kommt noch einmal ein ganz anderer Prozess in Gang.

Was sind deine unbewussten Motive?

> Leistung und eigene Weiterentwicklung?
> Machr und Status?
> Anschluss und Beziehungsaufbau?

„Ein guter Weg, um die eigenen Motive besser kennenzulernen, ist, sich selbst und seine Gefühle genauer zu beobachten. Denn Emotionen sind gewissermaßen die Sprache unserer Motive.“

Zeitzuleben

Heute

kann mich meine „hin zu etwas“ Motivation viel mehr begeistern. Kleine Freiheiten, wie Yoga am Morgen oder Mittagspause, wenn ich Hunger habe motivieren mich, meinen Weg zu gehen.

Denn meine Vision von einer menschenfreundlicheren Arbeitswelt, fängt erst einmal bei mir selber an. Ich bin nicht immer gleich leistungsfähig oder produktiv. Wir Menschen sind zyklische Wesen und Ruhe gehört genauso dazu, wie Aktion. Ich trage gern dazu bei, dass sich dieses Bewusstsein auch in der Wirtschaft weiter fortpflanzt!

Was treibt dich an?

Welcher der zwei Wege der Motivation ist es bei dir? Und ist es eher die Unzufriedenheit, die dich weg von etwas treibt oder die Vision hin zu etwas?

Sandra Kleine
Sandra Kleine

Das Wesen der Arbeit ist das Engagement für das Allgemeinwohl

Blume, die durch Steine durchwächst mit Zitat

Über letzten Samstag hatte ich ja in meinen Stories schon kurz berichtet. Es war ein unglaublich kraftvoller, gefühlvoller Workshop in Köln. Geballte Purpose Power in einem Raum sozusagen. Über 20 Coaches, die ihre KundInnen, Teams und Unternehmen in Purpose-Prozessen begleiten. Seit Anfang April, die komplette Coronazeit hinweg, hat ein Kernteam von 7 Frauen collaborativ und remote eine Purpose Plattform „The-Purpose-Network“ (coming soon) entwickelt. In Sprintzyklen kamen wir in Videoanrufen zusammen, machten teils direkte Brake-out Sessions zu kleineren Arbeitspaketen, die wir dann wieder in der Runde vorstellten und anreicherten. Oder die neuen kleinen Arbeitskreise fanden sich gesondert zusammen um Zielgruppe, Personas, Bildwelten, Texte, Prozesse und unser Wofür zu erarbeiten.

WOFÜR ist das Stichwort!

Im Workshop wollten wir nicht einfach nur die Website präsentieren und sagen hier sind die Konditionen und hier könnt ihr euer Profil einstellen. Sondern uns war wichtig, dass die Energie überschwappt. Warum haben wir uns eigentlich über die letzten Monate immer und immer wieder getroffen und daran gearbeitet?

Wofür gebe ich meine Persönlichkeit und meine Zeit da rein?
Welche Vision verbinde ich damit?
Was wird dadurch möglich, was über mich hinaus geht?

Fishbowl: diese Fragen beantworteten wir im inneren Kreis und öffneten ihn dann zu einem großen Kreis, in dem jede zu Wort kommen konnte um ihr eigenes Wofür zu ergänzen. Da jagte eine Gänsehaut die nächste! Und unsere Vision von dem überschwappenden Gefühl ging auf! Ein wahrlich magischer Moment.

Mehr Gefühl in die Wirtschaft!

Mir liegt das Projekt total am Herzen. Nicht nur, weil ich von Anfang an im Kernteam daran mitgearbeitet habe, sondern weil die Art und Weise des Zusammenarbeitens so besonders ist. Voller Vertrauen und Wertschätzung, selbstorganisiert und – mit Purpose. Ich hatte von Anfang an das große Ganze im Blick und finde die Vorstellung mit dieser Plattform Purpose mehr Gesicht zu geben, großartig! Durch die Arbeit mit dem Thema Purpose wird mehr Selbstannahme und Selbstliebe ermöglicht, für mich ganz persönlich, aber auch für jeden Coachee, der durch den Prozess geht. Es sorgt für mehr Frieden – im Innen und Außen. Wer mit sich im Reinen ist, geht auch harmonischer mit seinem Umfeld um. Für mich steht The-Purpose-Network auch für mehr Verbundenheit zwischen den Menschen, echte Beziehungen und mehr Gefühl in der Wirtschaft! Mir liegt etwas am Herzen, wir benutzen diese Sprichwörter inflationär, ohne uns über ihre Bedeutung im Klaren zu sein. Mehr Gefühl, mehr Herz darf Raum haben in unserem Miteinander im Privaten aber dringlicher noch im Berufsleben. Und wenn es dort harmonischer zugeht, hilft das nicht nur der einzelnen Person, sondern beeinflusst das Leben Vieler, sorgt für das Allgemeinwohl!

„Das Wesen der Arbeit ist das Engagement für das Allgemeinwohl“

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Du musst nicht von allen gemocht werden“ von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga (unbezahlte Werbung). Dieses Buch hat mich total fasziniert und inspiriert! Es wirft auf einige Prägungen ein anderes Licht. In diesem Buch diskutieren ein junger Mann und ein älterer Philosoph über die Psychologie Alfred Adlers (1870-1937), Begründer der Individualpsychologie.

Folgende Aussagen treffen bei mir auf Resonanz: „Engagement bedeutet nicht Selbst-Aufopferung. … Diejenigen, die ihr eigenes Leben für andere opfern, haben sich zu sehr an die Gesellschaft angepasst.“ … „Das am einfachsten verständliche Engagement für andere ist wahrscheinlich die Arbeit. Mitglied der Gesellschaft zu sein und ins Berufsleben einzutreten. Oder sich um den Haushalt zu kümmern. Arbeit ist kein Mittel, um Geld zu verdienen. Arbeit ist das, wodurch wir anderen etwas geben und unseren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Und durch Arbeit können wir wirklich spüren, dass wir ‚für jemanden wichtig sind‘ und sogar lernen, den Wert unseres Daseins anzunehmen.“

Da steckt so viel drin, dass häusliche Arbeit und Care-Arbeit immer noch viel zu wenig wertgeschätzt wird in der Gesellschaft und der Wert eines Menschen nicht abhängig davon sein darf, welchen Jobtitel er hat… aber kommen wir direkt zum Kern:

Purpose

Wenn Purpose auch in der Wirtschaft mehr Einzug hält und verstanden wird, dann ist klar, dass der unternehmerische Zweck nicht die Erwirtschaftung von Geld und die Maximierung von Gewinn und Rendite ist. Produkte/ Dienstleistungen, ja die ganze Existenz eines Unternehmens sollte dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Und damit meine ich nicht die Argumentation, dass Unternehmen ja Arbeitsplätze schaffen und Familien ernähren. Nein! Die Klimakrise mahnt uns alle noch einmal mehr, dass unsere Aufgabe hier auf dieser Welt es nicht ist, die eigenen Taschen voll zu machen, sondern uns als Individuum mit unserer Persönlichkeit und Talenten zu erkennen und diese in der Gemeinschaft zum Wohle Anderer zum Ausdruck zu bringen. Dadurch fühlen wir uns automatisch auch wohl.

Organisationen müssen sich ebenfalls diese Fragen stellen: Wozu machen/produzieren/verkaufen wir das eigentlich tagtäglich? Welchen Beitrag leisten wir damit zum Wohle anderer und für eine bessere Welt?

Sandra
The Purpose Network

Was ist Purpose für dich?

005Blog Sandra Kleine Was ist eigentlich Purpose?

Meine Purpose Coach Kolleginnen und ich setzen uns ja täglich mit dem Thema auseinander, da verschwimmt dann manchmal das Verständnis, dass noch nicht jeder von Purpose gehört haben kann. Das soll sich ändern! Deshalb bauen wir derzeit gemeinsam eine Purpose Plattform auf um um das Thema und die Coaches sichtbarer zu machen. Und das in einer Arbeitsweise getragen von Verständnis & Nähe, Tatkraft & Leitigkeit und das obwohl wir bundesweit verteilt daran arbeiten. Einfach weil Purpose auch eine Haltung ist, die jeder Zusammenarbeit dienlich ist.

Dennoch erhalte ich aus meinem Umfeld häufiger die Frage, was ist Purpose jetzt eigentlich genau?

Zweck
Ziel
Bestimmung
Anliegen ist vielleicht treffender. Was ist dein Anliegen? Warum bist du hier?

Berufung und Berufungsfindung wird im Privatkundenbereich häufig verwendet, wobei ich da weniger von einem einzigen passenden Beruf ausgehe, sondern von einer Qualität, die sich in verschiedenen Berufen ausleben lässt. Daher finde ich den Begriff Purpose passender.

In Zeiten von Digitalisierung, Change, New Work & Co. wird sowieso kaum ein Mensch noch in seinem ursprünglichen Ausbildungsberuf arbeiten auf kurz oder lang. Es sei denn das Ausbildungssystem wird radikal an die Anforderungen unserer Zeit angepasst. So könnten Leute weniger Zeit damit vergeuden trockene Inhalte auswendig zu lernen, sondern eher Kompetenzen im Miteinander erwerben und die Anwendung von digitalen Vernetzungsmöglichkeiten trainieren. Das Know-How, was tatsächlich im Job benötigt wird, wird meist ohnehin on-the-job erworben.

Wofür dient Purpose im (Berufs-) Leben?

Purpose ermöglicht uns Orientierung. Wo soll’s lang gehen? Früher war viel mehr vorgezeichnet. Die Leute konnten, wenn sie wollten, in ihrem Ausbildungsbetrieb bis zur Rente eine ruhige Kugel schieben. Heute haben wir die Qual der Wahl und da hilft es sich auf den eigenen inneren Kompass zu besinnen. Wo geht mein Weg lang?

Purpose bewegt uns im Innen und Außen. Wer seinen eigenen Purpose kennt und danach leben kann, empfindet eine unstillbare intrinsische Motivation. Sie lässt uns ins Tun kommen, ist Motor, treibt uns positiv an. Ja, das will ich machen!

Purpose gibt unserem Sein und Handeln einen Sinn. Wir sind nicht einfach nur auf der Welt um Pflichten und Erwartungen zu erfüllen, sondern vielmehr um uns zu entwickeln und auszuleben. Das sieht für jedes Individuum anders aus und ist eben von unseren Motiven, Werten und Einstellungen geprägt. Purpose hilft uns zu verstehen, wofür es sich lohnt über den eigenen Schatten zu springen und die Antwort lautet: Und darum mache ich das!

Purpose schafft Verbindung zu unserem wahren Selbst und unseren Mitmenschen. Wenn wir mit uns selbst in Verbindung sind und verstehen, warum wir so sind und handeln, dann müssen wir keine Rollenerwartungen erfüllen oder uns anderen gegenüber profilieren. Jeder macht seins – im besten Sinne. Wir sind natürlich, eben authentisch und können unserer Umgebung mit Wohlwollen begegnen. Wir können die Zielerreichung andere feiern, anstatt sie zu beneiden. Denn wir haben durch den Kontakt zu uns selbst einen viel klareren Blick darauf, was wir wirklich wollen und brauchen und müssen uns nicht mit anderen vergleichen oder messen.
Besonders magisch ist es, wenn ein Gruppen-Purpose entsteht und sich ein gemeinsamer Sinn für eine Unternehmung herausbildet, weil jeder seinen Teil dazu beiträgt. Und darum braucht es mehr Purpose in den Unternehmen! Welchen Sinn erfüllt das Unternehmen und wofür arbeiten alle Mitarbeiter dort?

Purpose baut die Brücke zu einer besseren Welt. Eine Welt in Verbindung, Vertrauen, Liebe, Harmonie, Frieden – mit dir selbst und im Miteinander. Purpose ist höchst individuell und dabei gleichzeitig verbindend! Dazu habe ich im Instagramfeed der Umweltdruckerei ein passendes Zitat gefunden:

„Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Afrikanische Weisheit
Was ist Purpose für dich?

Dein Purpose ist dabei nicht in Stein gemeißelt, er entwickelt sich mit dir.
Lass es uns gemeinsam herausfinden!

Sandra

Setz dir Ziele und genieße den Weg

004 Banner Sandra Kleine Blog

Selbstständigkeit trotz oder gerade wegen Corona? Ich habe mich im Frühjahr natürlich leicht gegrämt, dass es ja wohl keinen schlechteren Zeitpunkt hätte geben können für den Start in die Selbstständigkeit. Mit angezogener Handbremse im Home-Office mit Home-Kindergardening und Home-Nervenzusammenbruching – wie ich es in Social Media mal so schön aufgeschnappt hatte.
Als Mensch, der seine Energie über den Austausch mit anderen Menschen bezieht, litt ich schon arg unter der Isolation. Andererseits gab es aber auch nichts zu verpassen. Auf eine Art beruhigned, dass ich auf keinerlei Netzwerkveranstaltungen rumturnen oder von Termin zu Termin stürzen musste. Immer im Außen unterwegs. Höher, schneller, weiter.

Wie lange wollen wir eigentlich noch so weitermachen?

Raubbau an der Umwelt, Massentierhaltung und Import von Billigstwaren, die nach geplanter Obsoleszenz direkt wieder auf dem Müll landen, der wiederum nach Übersee verschifft wird, damit wir hier Platz zum weiter shoppen haben. Boar, da werde ich rasend und meine Gedanken überschlagen sich. Versuche ich doch schon seit geraumer Zeit

Die Krise und der Lockdown haben einmal mehr gezeigt, worauf es wirklich ankommt im Leben. Ein sehr eindrückliches Zitat im Netz zu der Zeit war für mich die Aussage: „Ist es nicht erstaunlich, dass die Wirtschaft zugrunde geht, wenn die Menschen 8 Wochen lang nur das kaufen, was sie wirklich brauchen?“

Die Zeit im Lockdown wirft nicht nur wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen auf, sondern auch Persönliche:

> Was brauche ich wirklich?
> Warum mache ich das, was ich mache eigentlich unabhängig vom Geld verdienen? Diese Frage betrifft Privatpersonen genauso wie Menschen in ihren Führungsrollen und ganze Organisationen!
> Welchen Wert stifte ich und das Unternehmen, für das ich arbeite?
> Was ist mir besonders wichtig im Leben?
> Was bedeutet für mich ein gutes Leben?
> Wie kann ich die Aktive kommen und mein BerufsLEBEN sinnvoll gestalten?
> Wie kann ich mich einbringen für eine bessere Welt?

Sein und Tun – Der Schlüssel liegt im Purpose

Gerald Hüther – Neurobiologe, Autor und beliebter Gesprächspartner, wenn es um das Thema Lernen und Schule der Zukunft geht – sagte in einem Podcast Interview, dass Menschen, die mit sich eins sind, der Todfeind eines jeden Marketingstrategen seien.

Ja! Denn dieses gesellschaftlich anerzogene Konsumieren, ist nur ein kurzfristiger Glücklichmacher. Was uns auf lange Sicht glücklich und zufrieden macht, sind wahrhaftige Beziehungen. Gesehen werden und um unser Selbst willen gemocht zu werden, nicht um eine Rolle oder Darstellung. Dazu müssen wir aber erst (wieder) erkennen, wer wir wirklich sind und was wir damit machen um es hinaus in die Welt zu tragen. Und darum braucht es Purpose Coaches trotz und gerade wegen Krisen, wie Corona! Für diese Orientierung biete ich an 2 aufeinanderfolgenden Tagen ein intensives Coachingpaket an, denn jeder Mensch braucht mal jemanden, der einen an die Hand nimmt ein Stück.

„Setz dir Ziele und genieße den Weg“

… ist sozusagen zu meinem Leitsatz geworden. Ähnlich wie ‚Der Weg ist das Ziel‘ ist dieses Motto aber nochmal stärker für mich! Den Weg auch genießen. Nicht nur zweckorientiert unterwegs sein, sondern dabei auch Genuss und Freude empfinden! Den Weg also auch schön gestalten! Gleichzeitig ist es für mich auch immer wieder die Erinnerung, wenn mein Weg nicht ganz so geradlinig verläuft, dies auch als Teil des Weges zu akzeptieren und trotzdem was Gutes darin zu finden. Ganz so wie selbstständig machen zu Coronazeiten. Oder die Krise auch als Einladung zu verstehen, sich über Sinn Gedanken zu machen.

Sandra Kleine
Sandra Kleine

Warum ich Purpose Coach geworden bin? Teil 3/3 – Entscheidungen treffen

Blog Sandra Kleine

Nach einem arbeits- und fortbildungsreichen Jahr 2019 bis Anfang 2020 war ich zwar mit Vollgas auf meinem Weg unterwegs, was mich unglaublich stolz machte! Das rote Fähnchen auf dem Zielberg war endlich wieder zu sehen. Aber es war auch ultra anstrengend! Nach der Elternzeit stieg ich in einen neuen Job ein, wo ich mich beweisen wollte, wobei ich mit der Umstellung vom slowly Baby-Life auf diese getaktete Arbeitswelt schon genug zu tun hatte. Das Umfeld war für mich noch nicht stimmig. Coach zu sein im Nebenberuf hieß tagsüber Geld verdienen, nachmittags Familienzeit, abends teilweise berufliche Veranstaltungen, teilweise online Weiterbildungen oder auf längeren Seminaren weg zu sein. Der Aufbau meiner Selbstständigkeit war praktisch erst nach 21Uhr möglich. Dennoch entstand autodidaktisch meine Website und ich hatte die ersten Gespräche. Und schon war ich wieder drin im Hamsterrad von eigenen Vorstellungen und Leistungsdruck – konfrontiert mit Antreibern aus meiner Erziehung: Reiß dich zusammen und streng dich an! Mach schnell! Alles nach dem Motto: Alles, was nicht tötet, härtet. Puh!

Moooment, was war nochmal genau mein Ziel? Ich möchte mehr Freiraum um glücklich und sinnerfüllt zu arbeiten und mir mein (Arbeits-)Leben so zu gestalten, wie es zu mir passt.

Wie du herausfinden kannst, was zu dir passt?

Manchmal bedarf es dafür mehr Zeit und Tiefe, z.B. in einem Coaching, aber hier 2 kleine Anregungen. Die klassische Pro/Contra-Liste kennst du vielleicht. Diese eignet sich sehr gut, wenn du ein analytischer Typ bist und gern verschiedene Szenarien für dich durchdenkst. Allerdings erinnere ich nochmal an Learning 3 aus meinem letzten Blogartikel. Herz über Kopf! Oder was sagt das Bauchgefühl dazu? Die Gefahr besteht leider, dass du Entscheidungen triffst, weil du denkst, dass man das so macht, weil die Erziehung und die Gesellschaft das so von dir erwartet. Ohne dass es vielleicht deinem innersten Vorstellungen entspricht. In der Psychologie nennt man das Phänomen Soziale Erwünschtheit, was in Fragebögen oft durch Kontrollfragen versucht wird herauszumitteln.
Wie kannst du dich aber beim selbst befragen, davor schützen sozial erwünscht zu entscheiden? Und wie kannst du wieder mehr auf dein Bauchgefühl hören? Meditation kann ein Weg sein wieder mehr in die Intuition zu kommen. Höre in der Stille genau in dich hinein und sei offen, was da kommt.
Eine weitere Methode, die ich sehr erstaunlich finde, ist an die Kinesiologie angelehnt. Du stehst mit geschlossenen Augen, Beine hüftbreit auseinander und Arme neben dem Körper. Stelle dir im Geiste eine Frage, die du mit Ja oder Nein beantworten könntest. Und dein Körper wird dir die Antwort zeigen. Vorbewusst weiß dein System schon, was gut für dich ist, bevor es dir gedanklich bewusst ist. Bei einem Ja, zieht es deinen Körper sanft nach vorn. Bei einem Nein zieht es ihn sanft zurück. Probiere es doch einfach mal aus.

Anfang diesen Jahres fasste ich den Entschluss: Erst wenn eine Tür wirklich zu ist, kann eine Neue aufgehen, wie meine Mama früher immer schon zu mir gesagt hat. Nicht alle Prägungen aus der Erziehung sind negativ, es gibt auch viele positive. 😉 Ich hörte auf mein Herz, weniger auf die Bedenken, denn ich möchte meinen Traum mit ganzer Kraft verfolgen können und nicht nur so nebenbei. Außerdem habe ich schon immer einen Hang zu Sprüngen ins kalte Wasser gehabt. So bin ich Anfang des Jahres voll und ganz in die Selbstständigkeit gestartet.

Nun noch die Beantwortung der Frage: Warum bin ich eigentlich Purpose Coach geworden? Wegen all dem – meinen Erfahrungen, Überzeugungen und Stärken. Ich kann etwas bewirken für eine bessere Welt. Weil das äußere Wachstum, dem inneren Wachstum folgt, helfe ich Menschen nun dabei sich selbst und damit auch automatisch ihren Weg zu finden. So gestalten wir gemeinsam eine bessere, friedlichere, nachhaltigere, liebevollere, authentischere, sozialgerechtere Welt von innen heraus und gleichzeitig ein angenehmeres Miteinander im Alltag und im Berufsleben.

Habe den Mut deinem Bauchgefühl zu vertrauen und gestalte deinen Weg!

Warum ich Purpose Coach geworden bin Teil 2/3 – Erkenntnis

Ich bin so, wie ich bin. Und ich will nicht in einer Arbeitswelt mitmachen, deren Sinn und Werte ich fragwürdig finde. Gewinnmaximierung, Karriereleiter, Firmenparkplatz, Machtgerangel, fehlende Anerkennung, Ungerechtigkeit u.s.w. Kein Wunder, dass da beinah jeder vierte Deutschte unmotiviert auf Arbeit geht (laut einer globalen Studie zur Mitarbeiterzufriedenheit vom dänischen Unternehmen Peakon). Noch nicht mal ein Drittel der befragten Deutschen können behaupten, dass die Werte ihrer Firma mit dem überein stimmen, was Ihnen auch selber wichtig ist im Leben. Dabei zeigen doch weitere Auswertungen (The Centre for Economic Performance Publications Unit, 2017/ Gallup Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit uvm.) schon sehr deutlich: Arbeit mit Sinn ist wesentlich für unser Glück!

Tipp 1: Nicht du musst dich passend machen für den Job, sondern du musst das passende Umfeld für dich finden und gestalten.

Ich bin so, wie ich bin. Und das ist auch ok so. Mit Entwicklungspotenzial, klar. Aber das war ja schonmal Herausforderung Nummer eins, nachdem ich durchs Schul- und Ausbildungssystem verkorkst worden bin und fast 4 Jahre nach Fehlern auf Onlineshops gesucht habe um auf deren Verbesserung hinzuweisen. Diese Konzentration auf die Defizite ließ mich irgendwann auch bei mir nur Defizite sehen.

Tipp 2: Lege den Fokus auf das, was schon da ist, nicht auf das, was noch fehlt!

Wie ich im 1. Blogbeitrag bereits angeteasert habe, machte ich während meiner Elternzeit verschiedene Selbsterfahrungen zur Berufsorientierung und Reflexion, wodurch ich wieder mehr in Kontakt mit mir kam. Was kann ich wirklich gut? Was will ich eigentlich wirklich? Welche Möglichkeiten habe ich? Wie kann ich mein Ziel, wieder motiviert an die Arbeit zu gehen, erreichen?

Tipp 3: Manchmal ist es ratsam den Kopf dabei nicht zu viel zu Wort kommen zu lassen, sondern nach innen zu schauen, was das Herz eigentlich sagt!

Empfehlen kann ich z.B. das Kleben einer Visionscollage mit einer bestimmten Fragestellung, z.B. welche Werte mir in meinem Leben wichtig sind. Beim Intuitionsmalen mit Carola konnte ich ausdrücken, was sich aus meinem Unterbewussten so zeigen will. Die Coachingausbildung klang schon immer mal durch, aber es bedurfte wohl noch weiteren Berührungspunkten, um die Idee reifen zu lassen und den nötigen Mut zu sammeln. Auf Netzwerkveranstaltungen, z.B. der TUN in Dresden sprach ich mit verschiedenen Leuten, die die unterschiedlichsten Dinge machen und darin Sinn und Zufriedenheit finden.

Tipp 4: Sprich mit Leuten, außerhalb von deinem Dunstkreis. Das ermöglicht einen Perspektivwechsel und Inspiration. Manchmal kommt dann eins zum anderen.

Ich lernte Katja kennen und Coaching lieben. In 2 intensiven Coachingtagen habe ich mich wahrhaftig sehen und annehmen können. Das bin ich – mit meinem Wesen, meinen Gefühlen, meinen Fähigkeiten und Stärken. Gleichzeitig habe ich eine Wegbegleiterin, Mentorin, Bürokollegin und Freundin gefunden. Danke! Erfüllt und glücklich hatte ich einen Plan, den ich Schritt für Schritt anging. Das möchte ich auch anderen Menschen ermöglichen.

Diese Erkenntnis Ende 2018 machte richtig laut Klick: ich bin wichtig, ich KANN es etwas bewirken für eine bessere Welt! Mein Purpose.

Tipp 5: Mach es! Viel Freude dabei!

Auch ein kleiner Stein, schlägt große Wellen.

Sprichwort

Warum ich Purpose Coach geworden bin Teil 1/3 – ein Prozess

In meinem Blog stelle ich mich vor und werde auch das Thema Purpose beleuchten, was ist das überhaupt? Warum bin ich Coach für das Finden des eigenen Purpose geworden?

Ich war immer eine disziplinierte Schülerin, Auzubildende, Studentin, Arbeitnehmerin. Anpassungsfähig, aber unglücklich. Diese Unzufriedenheit ließ mich vieles ausprobieren. Eine Zeit lang zweifelte ich an mir, fragte, was falsch an mir sei, dass es einfach nicht klappt mit der Passung. Von außen betrachtet, stimmte ja alles. Abi, Ausbildung, Weiterbildung, Studium, Job, alles nahtlos – Wachstum und Konsum. Worauf eben unser System ausgelegt ist. Eine kurze Zeit schaffte ich es mich hineinzuzwängen, wie in eine zu enge Röhrenhose. Doch das Körnchen im Getriebe, was mich auf Dauer nicht glücklich machte, war immer deutlicher zu spüren. Die Erbse unter den vielen Matratzen. Wofür mache ich das eigentlich? Und ist das sinnvoll, dass so viel produziert wird, was am Ende nur weggeschmissen wird? Ich habe den Sinn nicht mehr gesehen. Hinzu kam fehlende Wertschätzung und zu wenig Zeit für Dinge, die ich liebe und zu wenig Geld um wenigstens monetäre Anerkennung zu erhalten. Alles in allem kam die Elternzeit Ende 2017 als Austiegsmöglichkeit aus dem Hamsterrad gerade recht. Bei ausgedehnten Spaziergängen mit dem Kinderwagen konnte ich mir in Ruhe Gedanken machen.

Mit dem Blick auf dieses neue Menschlein in meinem Leben und den Fragen, was möchte ich meiner Tochter mit auf den Weg geben, in welcher Gesellschaft will ich sie aufwachsen sehen? Welchen Beitrag kann ich dazu leisten? Was will ich denn eigentlich wirklich (wirklich)? Was passt zu mir?

Diese Fragen lassen sich natürlich nicht von jetzt auf gleich beantworten. Es ist ein Prozess, der immer fortläuft. Und man muss das auch nicht allein schaffen.

Probleme kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind.

Albern Einstein zugeschrieben

Mir haben Gespräche mit Vertrauten geholfen, entsprechende Bücher lesen und erst einmal ein kostenloses Angebot der Stadt Dresden annehmen – Bildungsbahnen im Johannstädter Kulturtreff. Das kann ich nur empfehlen (unbezahlte Werbung), allerdings habe ich schnell gemerkt, dass es mir mit einer Beratungsstunde in der Woche über ein paar Wochen verteilt mit Baby im Schlepptau nicht tief genug geht. Irgendwie war ich doch alleine damit, immer abgelenkt durch die Betreuung und auch immer noch orientierungslos. Im Nachhinein war es aber ein sehr sehr guter Einstieg.

Demnächst mehr …

Sandra Kleine
Sandra Kleine