Was Purpose-Arbeit wirklich bewirkt
/in Berufung - Purpose - Sinn, Lebenswege, Persönliche Weiterentwicklung/von Sandra KleineVor 6 Jahren begann Julias Journey
Wenn von außen alles stimmt – und innen trotzdem etwas fehlt
Manchmal kommen Menschen zu mir, die keine offensichtliche Krise haben. Im Job läuft es eigentlich, in der Familie, in der Beziehung, im Leben passt es eigentlich. Eigentlich.
Julia war so ein Fall. Zehn Jahre war sie in derselben Stelle, hatte nette Kollegen, war sogar Teamleiterin als Elternzeitvertretung. Ihr Alltag funktionierte. Und trotzdem war sie nicht so richtig glücklich. Sie fragte sich, ob sie ihr ganzes Potenzial überhaupt wirklich auslebt. Sie versuchte mir schon im Kennenlernengespräch dieses leise, hartnäckige Gefühl, sich irgendwie falsch zu fühlen, ohne es benennen zu können, näher zu beschreiben. Die Frage: Warum bin ich so anders als meine Familie? Wie werde ich eigentlich gesehen? Ich will mich irgendwie nicht mehr ständig anpassen.
Die fehlende Wertschätzung in ihrem Umfeld, erzeugten mit der Zeit immer mehr Selbstzweifel. Das war kein Burnout, kein großes Drama, aber sie spürte einfach, dass da noch mehr möglich sein könnte für sie, ohne zu wissen, wo anfangen.
Der Moment, der alles ins Rollen brachte
Irgendwann hat Julia sich einfach mal woanders beworben. Auch dies geschah nicht aus einem brennenden Wunsch heraus, sich unbedingt verändern zu wollen. Sie wollte eher mal gucken, was passiert.
Dann kam das erste Bewerbungsgespräch. Und die Frage: Was sind Ihre Stärken?
Äh… Julia hatte keine Antwort.
Nicht weil sie keine Stärken hat. Sondern weil in diesem Moment etwas sichtbar wurde, das schon lange unter der Oberfläche lag: Sie wusste nicht mehr, wer sie ist. Was sie wirklich ausmacht und was sie sagen darf. Sie hatte so lange funktioniert und sich nach den äußeren Erwartungen gerichtet, dass es ihr schwer fiel, sich darauf zu besinnen, was sie eigentlich mitbringt. Den Zugang zu sich zu finden, gelang ihr in der Aufregung nicht.
Ein Phänomen, das viele kennen
Was in Bewerbungsgesprächen passiert, passiert vielen Menschen auch im Alltag.
Man sucht nicht nach der eigenen Antwort. Man sucht nach der richtigen Antwort. Was möchte mein Gegenüber von mir hören? Was gilt denn als Stärke? Was klingt jetzt gut?
Das kennen wir alle. Es ist kein Fehler, es ist menschlich. Wir sind soziale Wesen, wir lesen Räume, wir passen uns an. In der Psychologie nennt sich dieses Konzept Soziale Erwünschtheit und beschreibt „die Tendenz, sich allgemein in sozialen Situationen entsprechend den Erwartungen anderer zu verhalten“, laut Lexikon der Psychologie.
Aber irgendwann verlieren wir dabei den Faden zu uns selbst.
Julia hat das in diesem Gespräch gespürt und es hat etwas in ihr ausgelöst.
Was im Coaching-Prozess geschah
Julia in ihren eigenen Worten:
„Im Coaching mit Sandra ist mir etwas passiert, das ich vorher nicht für möglich gehalten hätte: Ich habe mich wiedererkannt. Meine Qualitäten – bunt, vielfältig, sehr eigen – lagen plötzlich wie auf einem Silbertablett vor mir. Nicht als Theorie. Sondern als echtes Erleben. Als Klarheit, die ich im Körper fühlen konnte. Die Selbstzweifel wurden leiser. Die Frage, warum ich so anders bin als andere oder in meiner Familie, hat ihren Stachel verloren. Ich habe aufgehört, mich mit einem Bild zu messen, das nie meins war. Und dann habe ich eine Entscheidung getroffen. Eine große. Als Mama von zwei Kindern nicht selbstverständlich. Aber sie kam aus mir. Nicht aus Druck. Nicht aus Vernunft. Aus Klarheit."
Julia
Was Purpose-Arbeit wirklich bedeutet
Julias Geschichte zeigt etwas, das mir wichtig ist: Purpose-Arbeit ist kein Konstrukt für einen Lebensplan oder ein Konzept, das man sich erarbeitet um irgendwo anzukommen.
Es ist viel mehr der Moment, in dem jemand sich selbst wieder begegnet. Ich spreche da auch oft von der Essenz. Zu spüren, wer ich wirklich bin in Kern, wo die eigenen Qualitäten nicht mehr versteckt oder relativiert werden, sondern gesehen, benannt und gewürdigt.
Dann sind Entscheidungen nicht mehr aus Angst oder Anpassung nötig, sondern aus echtem inneren Wissen. Das verändert die Qualität von allem. Wie spreche ich über mich selbst. Welche Behandlung akzeptiere ich für mich? Wie treffe ich Entscheidungen? Wie stehe ich im Leben?
Fazit: Klarheit beginnt innen
Julias Geschichte ist eine von vielen, die mich immer wieder darin bestärken, warum ich diese Arbeit mache.
Sie schrieb mir kürzlich. Sandra, heute vor 6 Jahren war ich bei dir im Coaching und meine Reise begann. Das hat mich so berührt, dass ich ihr erzählte, dass ich diesen Text plane. Daraufhin erhielt ich eine so herzige Sprachnachricht. Hier ein kleiner Auszug:
„voll schön, das zu lesen und zu erkennen, jetzt nach den sechs Jahren, ich kann mich jederzeit neu erfinden. Ich kann jederzeit neue Seiten an mir entdecken. Ich kann jederzeit einen neuen Job ausprobieren. Ich darf die Welt in all ihren Facetten erkunden und wenn ich mal wieder an einer Stelle stehe, wo es nicht weiter geht, dann probiere ich was anderes. Durch dich hab ich den Mut geschöpft dazu, durch all die Worte, die dort im Coaching gefallen sind, hab ich erkannt, wie stark ich bin, neugierig und empathisch und dass ich Pionierin sein kann. Das hat mir so viel Auftrieb gegeben, alles immer wieder neu anfangen zu dürfen und mir das auch zuzutrauen. Heute merke ich, dass wenn ich das anderen erzähle, was ich mir schon alles getraut habe, dass ich ihnen sogar damit helfen kann.“
Julia
Wenn von außen alles stimmt und innen trotzdem etwas fehlt, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Es ist nichts falsch und trotzdem mehr möglich.
Wenn du dich in ihr wiedererkennst, dann lade ich dich ein, dir jetzt ein 30-minütiges Kennenlernegespräch zu sichern, ich begleite dich gerne auf deinem Purpose-Weg.



