Was ist Purpose für dich?

005Blog Sandra Kleine Was ist eigentlich Purpose?

Meine Purpose Coach Kolleginnen und ich setzen uns ja täglich mit dem Thema auseinander, da verschwimmt dann manchmal das Verständnis, dass noch nicht jeder von Purpose gehört haben kann. Das soll sich ändern! Deshalb bauen wir derzeit gemeinsam eine Purpose Plattform auf um um das Thema und die Coaches sichtbarer zu machen. Und das in einer Arbeitsweise getragen von Verständnis & Nähe, Tatkraft & Leitigkeit und das obwohl wir bundesweit verteilt daran arbeiten. Einfach weil Purpose auch eine Haltung ist, die jeder Zusammenarbeit dienlich ist.

Dennoch erhalte ich aus meinem Umfeld häufiger die Frage, was ist Purpose jetzt eigentlich genau?

Zweck
Ziel
Bestimmung
Anliegen ist vielleicht treffender. Was ist dein Anliegen? Warum bist du hier?

Berufung und Berufungsfindung wird im Privatkundenbereich häufig verwendet, wobei ich da weniger von einem einzigen passenden Beruf ausgehe, sondern von einer Qualität, die sich in verschiedenen Berufen ausleben lässt. Daher finde ich den Begriff Purpose passender.

In Zeiten von Digitalisierung, Change, New Work & Co. wird sowieso kaum ein Mensch noch in seinem ursprünglichen Ausbildungsberuf arbeiten auf kurz oder lang. Es sei denn das Ausbildungssystem wird radikal an die Anforderungen unserer Zeit angepasst. So könnten Leute weniger Zeit damit vergeuden trockene Inhalte auswendig zu lernen, sondern eher Kompetenzen im Miteinander erwerben und die Anwendung von digitalen Vernetzungsmöglichkeiten trainieren. Das Know-How, was tatsächlich im Job benötigt wird, wird meist ohnehin on-the-job erworben.

Wofür dient Purpose im (Berufs-) Leben?

Purpose ermöglicht uns Orientierung. Wo soll’s lang gehen? Früher war viel mehr vorgezeichnet. Die Leute konnten, wenn sie wollten, in ihrem Ausbildungsbetrieb bis zur Rente eine ruhige Kugel schieben. Heute haben wir die Qual der Wahl und da hilft es sich auf den eigenen inneren Kompass zu besinnen. Wo geht mein Weg lang?

Purpose bewegt uns im Innen und Außen. Wer seinen eigenen Purpose kennt und danach leben kann, empfindet eine unstillbare intrinsische Motivation. Sie lässt uns ins Tun kommen, ist Motor, treibt uns positiv an. Ja, das will ich machen!

Purpose gibt unserem Sein und Handeln einen Sinn. Wir sind nicht einfach nur auf der Welt um Pflichten und Erwartungen zu erfüllen, sondern vielmehr um uns zu entwickeln und auszuleben. Das sieht für jedes Individuum anders aus und ist eben von unseren Motiven, Werten und Einstellungen geprägt. Purpose hilft uns zu verstehen, wofür es sich lohnt über den eigenen Schatten zu springen und die Antwort lautet: Und darum mache ich das!

Purpose schafft Verbindung zu unserem wahren Selbst und unseren Mitmenschen. Wenn wir mit uns selbst in Verbindung sind und verstehen, warum wir so sind und handeln, dann müssen wir keine Rollenerwartungen erfüllen oder uns anderen gegenüber profilieren. Jeder macht seins – im besten Sinne. Wir sind natürlich, eben authentisch und können unserer Umgebung mit Wohlwollen begegnen. Wir können die Zielerreichung andere feiern, anstatt sie zu beneiden. Denn wir haben durch den Kontakt zu uns selbst einen viel klareren Blick darauf, was wir wirklich wollen und brauchen und müssen uns nicht mit anderen vergleichen oder messen.
Besonders magisch ist es, wenn ein Gruppen-Purpose entsteht und sich ein gemeinsamer Sinn für eine Unternehmung herausbildet, weil jeder seinen Teil dazu beiträgt. Und darum braucht es mehr Purpose in den Unternehmen! Welchen Sinn erfüllt das Unternehmen und wofür arbeiten alle Mitarbeiter dort?

Purpose baut die Brücke zu einer besseren Welt. Eine Welt in Verbindung, Vertrauen, Liebe, Harmonie, Frieden – mit dir selbst und im Miteinander. Purpose ist höchst individuell und dabei gleichzeitig verbindend! Dazu habe ich im Instagramfeed der Umweltdruckerei ein passendes Zitat gefunden:

„Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Afrikanische Weisheit
Was ist Purpose für dich?

Dein Purpose ist dabei nicht in Stein gemeißelt, er entwickelt sich mit dir.
Lass es uns gemeinsam herausfinden!

Sandra

Warum ich Purpose Coach geworden bin? Teil 3/3 – Entscheidungen treffen

Blog Sandra Kleine

Nach einem arbeits- und fortbildungsreichen Jahr 2019 bis Anfang 2020 war ich zwar mit Vollgas auf meinem Weg unterwegs, was mich unglaublich stolz machte! Das rote Fähnchen auf dem Zielberg war endlich wieder zu sehen. Aber es war auch ultra anstrengend! Nach der Elternzeit stieg ich in einen neuen Job ein, wo ich mich beweisen wollte, wobei ich mit der Umstellung vom slowly Baby-Life auf diese getaktete Arbeitswelt schon genug zu tun hatte. Das Umfeld war für mich noch nicht stimmig. Coach zu sein im Nebenberuf hieß tagsüber Geld verdienen, nachmittags Familienzeit, abends teilweise berufliche Veranstaltungen, teilweise online Weiterbildungen oder auf längeren Seminaren weg zu sein. Der Aufbau meiner Selbstständigkeit war praktisch erst nach 21Uhr möglich. Dennoch entstand autodidaktisch meine Website und ich hatte die ersten Gespräche. Und schon war ich wieder drin im Hamsterrad von eigenen Vorstellungen und Leistungsdruck – konfrontiert mit Antreibern aus meiner Erziehung: Reiß dich zusammen und streng dich an! Mach schnell! Alles nach dem Motto: Alles, was nicht tötet, härtet. Puh!

Moooment, was war nochmal genau mein Ziel? Ich möchte mehr Freiraum um glücklich und sinnerfüllt zu arbeiten und mir mein (Arbeits-)Leben so zu gestalten, wie es zu mir passt.

Wie du herausfinden kannst, was zu dir passt?

Manchmal bedarf es dafür mehr Zeit und Tiefe, z.B. in einem Coaching, aber hier 2 kleine Anregungen. Die klassische Pro/Contra-Liste kennst du vielleicht. Diese eignet sich sehr gut, wenn du ein analytischer Typ bist und gern verschiedene Szenarien für dich durchdenkst. Allerdings erinnere ich nochmal an Learning 3 aus meinem letzten Blogartikel. Herz über Kopf! Oder was sagt das Bauchgefühl dazu? Die Gefahr besteht leider, dass du Entscheidungen triffst, weil du denkst, dass man das so macht, weil die Erziehung und die Gesellschaft das so von dir erwartet. Ohne dass es vielleicht deinem innersten Vorstellungen entspricht. In der Psychologie nennt man das Phänomen Soziale Erwünschtheit, was in Fragebögen oft durch Kontrollfragen versucht wird herauszumitteln.
Wie kannst du dich aber beim selbst befragen, davor schützen sozial erwünscht zu entscheiden? Und wie kannst du wieder mehr auf dein Bauchgefühl hören? Meditation kann ein Weg sein wieder mehr in die Intuition zu kommen. Höre in der Stille genau in dich hinein und sei offen, was da kommt.
Eine weitere Methode, die ich sehr erstaunlich finde, ist an die Kinesiologie angelehnt. Du stehst mit geschlossenen Augen, Beine hüftbreit auseinander und Arme neben dem Körper. Stelle dir im Geiste eine Frage, die du mit Ja oder Nein beantworten könntest. Und dein Körper wird dir die Antwort zeigen. Vorbewusst weiß dein System schon, was gut für dich ist, bevor es dir gedanklich bewusst ist. Bei einem Ja, zieht es deinen Körper sanft nach vorn. Bei einem Nein zieht es ihn sanft zurück. Probiere es doch einfach mal aus.

Anfang diesen Jahres fasste ich den Entschluss: Erst wenn eine Tür wirklich zu ist, kann eine Neue aufgehen, wie meine Mama früher immer schon zu mir gesagt hat. Nicht alle Prägungen aus der Erziehung sind negativ, es gibt auch viele positive. 😉 Ich hörte auf mein Herz, weniger auf die Bedenken, denn ich möchte meinen Traum mit ganzer Kraft verfolgen können und nicht nur so nebenbei. Außerdem habe ich schon immer einen Hang zu Sprüngen ins kalte Wasser gehabt. So bin ich Anfang des Jahres voll und ganz in die Selbstständigkeit gestartet.

Nun noch die Beantwortung der Frage: Warum bin ich eigentlich Purpose Coach geworden? Wegen all dem – meinen Erfahrungen, Überzeugungen und Stärken. Ich kann etwas bewirken für eine bessere Welt. Weil das äußere Wachstum, dem inneren Wachstum folgt, helfe ich Menschen nun dabei sich selbst und damit auch automatisch ihren Weg zu finden. So gestalten wir gemeinsam eine bessere, friedlichere, nachhaltigere, liebevollere, authentischere, sozialgerechtere Welt von innen heraus und gleichzeitig ein angenehmeres Miteinander im Alltag und im Berufsleben.

Habe den Mut deinem Bauchgefühl zu vertrauen und gestalte deinen Weg!

Warum ich Purpose Coach geworden bin Teil 2/3 – Erkenntnis

Ich bin so, wie ich bin. Und ich will nicht in einer Arbeitswelt mitmachen, deren Sinn und Werte ich fragwürdig finde. Gewinnmaximierung, Karriereleiter, Firmenparkplatz, Machtgerangel, fehlende Anerkennung, Ungerechtigkeit u.s.w. Kein Wunder, dass da beinah jeder vierte Deutschte unmotiviert auf Arbeit geht (laut einer globalen Studie zur Mitarbeiterzufriedenheit vom dänischen Unternehmen Peakon). Noch nicht mal ein Drittel der befragten Deutschen können behaupten, dass die Werte ihrer Firma mit dem überein stimmen, was Ihnen auch selber wichtig ist im Leben. Dabei zeigen doch weitere Auswertungen (The Centre for Economic Performance Publications Unit, 2017/ Gallup Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit uvm.) schon sehr deutlich: Arbeit mit Sinn ist wesentlich für unser Glück!

Tipp 1: Nicht du musst dich passend machen für den Job, sondern du musst das passende Umfeld für dich finden und gestalten.

Ich bin so, wie ich bin. Und das ist auch ok so. Mit Entwicklungspotenzial, klar. Aber das war ja schonmal Herausforderung Nummer eins, nachdem ich durchs Schul- und Ausbildungssystem verkorkst worden bin und fast 4 Jahre nach Fehlern auf Onlineshops gesucht habe um auf deren Verbesserung hinzuweisen. Diese Konzentration auf die Defizite ließ mich irgendwann auch bei mir nur Defizite sehen.

Tipp 2: Lege den Fokus auf das, was schon da ist, nicht auf das, was noch fehlt!

Wie ich im 1. Blogbeitrag bereits angeteasert habe, machte ich während meiner Elternzeit verschiedene Selbsterfahrungen zur Berufsorientierung und Reflexion, wodurch ich wieder mehr in Kontakt mit mir kam. Was kann ich wirklich gut? Was will ich eigentlich wirklich? Welche Möglichkeiten habe ich? Wie kann ich mein Ziel, wieder motiviert an die Arbeit zu gehen, erreichen?

Tipp 3: Manchmal ist es ratsam den Kopf dabei nicht zu viel zu Wort kommen zu lassen, sondern nach innen zu schauen, was das Herz eigentlich sagt!

Empfehlen kann ich z.B. das Kleben einer Visionscollage mit einer bestimmten Fragestellung, z.B. welche Werte mir in meinem Leben wichtig sind. Beim Intuitionsmalen mit Carola konnte ich ausdrücken, was sich aus meinem Unterbewussten so zeigen will. Die Coachingausbildung klang schon immer mal durch, aber es bedurfte wohl noch weiteren Berührungspunkten, um die Idee reifen zu lassen und den nötigen Mut zu sammeln. Auf Netzwerkveranstaltungen, z.B. der TUN in Dresden sprach ich mit verschiedenen Leuten, die die unterschiedlichsten Dinge machen und darin Sinn und Zufriedenheit finden.

Tipp 4: Sprich mit Leuten, außerhalb von deinem Dunstkreis. Das ermöglicht einen Perspektivwechsel und Inspiration. Manchmal kommt dann eins zum anderen.

Ich lernte Katja kennen und Coaching lieben. In 2 intensiven Coachingtagen habe ich mich wahrhaftig sehen und annehmen können. Das bin ich – mit meinem Wesen, meinen Gefühlen, meinen Fähigkeiten und Stärken. Gleichzeitig habe ich eine Wegbegleiterin, Mentorin, Bürokollegin und Freundin gefunden. Danke! Erfüllt und glücklich hatte ich einen Plan, den ich Schritt für Schritt anging. Das möchte ich auch anderen Menschen ermöglichen.

Diese Erkenntnis Ende 2018 machte richtig laut Klick: ich bin wichtig, ich KANN es etwas bewirken für eine bessere Welt! Mein Purpose.

Tipp 5: Mach es! Viel Freude dabei!

Auch ein kleiner Stein, schlägt große Wellen.

Sprichwort