Loslassen fühlt sich manchmal wie Scheitern an – ist es aber nicht
/in Entscheidungen treffen, Lebenswege, Persönliche Weiterentwicklung/von Sandra KleineManchmal fühlt sich Loslassen wie Scheitern an. Wie ein Eingeständnis, dass etwas nicht geklappt hat.
Gerade dann, wenn Herzblut drinsteckt. Und dann beginnt ganz automatisch auch die Gedankenmaschine zu arbeiten, die dir die alten Geschichten erzählt: “ich bin eben nicht gut genug” und so weiter…
Aber ich möchte dir heute eine andere Perspektive mitgeben, bevor du anfängst den alten Geschichten zu sehr zu glauben. 😉
Energiebilanz hilft beim Entscheiden
Ich habe mich zum Beispiel entschieden, meine Lachyoga-Website “einfach-lachen” zu schließen. Nicht, weil die Methode Lachyoga für mich an Wert verloren hätte – im Gegenteil. Erst gestern hatte ich einen Team-Lachworkshop. Ich trage die Erfahrung im Herzen. Lachen in Konnektiv62 während der Pandemie, beim Big & Growing New Work Festival, im KIKA mit Checker Tobi – das sind Highlights, die werde ich nie vergessen. Auch der lieben Lachyogaleiter:innen Community bin ich sehr dankbar.
Aber ich habe auch gemerkt, dieses Projekt als eigenes Angebot mit Website, Newsletter und Gedanken, wie „Ich müsste da mal wieder …“ haben die ganze Zeit diesen innerem Druck mitlaufen lassen “ich schaffe es nicht, es so zu bespielen, wie es mein Anspruch wäre”.
Und die Einsicht reifte: Es kostet mich gerade mehr Energie, als es mir gibt. Also habe ich es losgelassen.
Manchmal ist Loslassen kein Rückzug. Sondern ein Akt von Selbstführung.
Nebenprojekte, Herzensideen, „Shiny Objects“ – sie können inspirierend sein. Und gleichzeitig enorme Energiefresser.
Vor allem dann, wenn sie uns immer wieder vom Kern wegziehen:
* Was will ich eigentlich wirklich machen?
* Wofür will ich meine Zeit, meine Kraft, meine Aufmerksamkeit einsetzen?
Loslassen heißt nicht: “Es war umsonst.” sondern auch: “Es war wichtig – und jetzt ist etwas anderes dran.” Gerade zum Jahresende lohnt sich dieser ehrliche Blick.
Mein Motto für 2026 bleibt: “Es ist alles eine Phase”. 2025 war eins der härteren Jahre für mich. Loslassen war auch ein schwerer Part. Aber ich nehme bewusst auch gute Dinge mit ins neue Jahr.
Gerade zum Jahresende lohnt sich dieser ehrliche Blick.
Nimm dir 10 ruhige Minuten und beantworte dir diese Fragen ganz ehrlich, ohne Erwartungsdruck:
1. Wie ist die Energiebilanz meiner ToDos? Was gibt mir Energie? Welche Projekte, Ideen oder Verpflichtungen kosten mich mehr Energie, als sie mir geben?
2. Was davon darf ich würdigen und dann bewusst beenden oder ruhen lassen?
3. Was entsteht an Raum, wenn ich mir erlaube, weniger mitzunehmen ins neue Jahr?
Fokus entsteht nicht durch „noch mehr“. Sondern durch mutiges Weglassen.
Und manchmal beginnt Klarheit genau da, wo wir aufhören, alles festhalten zu wollen.
Alles Liebe,
Sandra
P.S. Du suchst Fokus und Klarheit? Dann kann ein Coaching für dich nützlich sein, wo du unter meiner Anleitung Bilanz ziehen und deinen Kompass ausrichten kannst. Buche dir ein Kennenlerngespräch.



