Was heißt Arbeiten für dich?

Was heißt Arbeiten für dich

Dieser Frage gehe ich in diesem Blogbeitrag einmal nach. Gleichzeitig lade ich dich dazu ein, dich ebenfalls auf die Frage einzulassen. Ich gebe dir eine kleine, feine Methoden an die Hand, die du direkt ausprobieren kannst.
Inspiriert von Yvonne – Kollegin aus dem Konnektiv62 – Innovationsarchitektin und Design-Thinking Coach – kurz: Expertin im Um-die-Ecke-Denken, die mich letztens in einem Gespräch auf die Frage stupste: was heißt eigentlich Arbeiten für dich?

Leidenschaft oder Freudenschaft?

Broterwerb oder Berufung? Verschiedene Denk-Modelle können dem Begriff zu Grunde liegen und auch dabei gibt es kein richtig oder falsch. D.h. jeder Mensch hat seine ganz eigene Definition in Abhängigkeit mit seinen gemachten Erfahrungen.

  • Wie ist eigentlich deine Beziehung zum Arbeiten?
  • Mit welchen Prägungen zum Thema Arbeit bist du aufgewachsen?
  • Was wird dir gesellschaftlich vorgelebt, was empfindest du ganz persönlich?
  • Wohin möchtest du dich in Bezug aufs Arbeiten gern entwickeln?

Eine Möglichkeit dich dem Begriff anzunähern, ohne darauf einfach nur „rumzudenken“, ist ein Akrostichon anzulegen und mal dein Unterbewusstsein assoziieren zu lassen. Welcher Begriff mit A fällt dir als erstes ein, welcher Begriff mit R, mit B usw. Schreib drauf los, was dir einfällt – ohne zu viel zu grübeln.

Probiere es doch gleich mal aus, was kommt dir als erstes in den Sinn?

A …
R …
B …
E …
I …
T …
E …
N …

Wenn du dich nicht von meinen Gedanken beeinflussen zu lassen möchtest, dann lies erst weiter, wenn du deine Begriffe fertig notiert hast.

Ich muss arbeiten

Mir ist bei der Übung aufgefallen, dass ich viele eher negative Begriffe assoziiert habe. Diese rühren teils aus meiner gemachten Erfahrung her, aber es schlummert auch noch der ein oder andere Glaubenssatz darin. Geld muss „verdient“ werden, zum Beispiel.

A – Anstrengend
R – Ressourcen
B – Beweisen
E – Erreichen
I – Interna
T – Titel
E – Engagement
N – Nine-to-Five

Man muss sich nur anstrengen um etwas zu werden, etwas zu erreichen. Nine-to-Five ist ja mittlerweile schon wieder verpönt. Vor allem in der Agenturszene ist es doch schon längst Nine-to-Eight. So wie arbeiten häufig noch im Konzernumfeld läuft, verwende ich acht und mehr Stunden meiner knappen Ressourcen am Tag darauf, jemand anderes Lebenstraum zu verwirklichen und mich im Konkurrenzkampf zu beweisen. Dies empfand ich stark bei Vertriebstätigkeiten, wo zusätzliche „Anreize“ geschaffen wurden um die Motivation zu steigern. Wenn ich zurück denke, an die Ellenbogen- Battle um jedes Prozentpunkt an Provision, dann wächst nur wieder der Frust – sonst nichts. Von der psychischen Belastung mal ganz zu schweigen.

Muster erkennen

Diese Übung kannst du auch mit weiteren Begriffen machen: z.B. Erfolg, Geld, Familie, Beruf usw. Dabei können sehr interessante Muster zu Tage kommen, wie wir denken oder wie wir zu bestimmten Themen eingestellt sind.

Wenn du dabei auch auf Glaubenssätze stoßen solltest, die sich lohnen mal näher anzusehen, dann kontaktiere mich gern und wir schauen in einer individuellen Coaching-Sitzung, wie du diese für dich umwandeln kannst.

Welche Vision vom Arbeiten kreierst du für dich?

  • Dein perfekter Tag, bzw. Arbeitstag – wie sieht er aus?
  • Wie beginnt er?
  • Was machst du?
  • Bist du am Schreibtisch oder unterwegs?
  • Arbeitest du mit den Händen?
  • Mit wem interagierst du?
  • Wie verbringst du deinen Tag und wie fühlst du dich dabei?

Schließe einmal deine Augen, atme tief ein und entspanne deine Augen, deine Stirn, deine Schultern und visualisiere deinen für dich perfekten Arbeitstag vor deinem inneren Auge.

Öffne deine Augen wieder. Welche Begriffe assoziierst du, wenn du nun ein neues Akrostichon ausfüllst?

A …
R …
B …
E …
I …
T …
E …
N …

Wie fühlst du dich, wenn du beide mal gegenüberstellst? Was fällt dir auf?

Dass es sich nicht wie Arbeiten anfühlt

Na wenn du dein Hobby zum Beruf machst, hast du ja kein Hobby mehr?!? So ein Quatsch! Das kann ich dir Dank der Beschäftigung mit Purpose im Coaching mit Sicherheit sagen.

Where your mind goes – energy flows

  • Was kannst du unendlich lange machen, ohne müde zu werden?
  • In welchen Tätigkeiten befindest du dich im Flow?
  • Mit welcher Arbeiten genau, fühlst du dich wohl?
  • Welcher Arbeitsgewohnheiten-Typ bist du?

Ich habe mir mein Akrostichon auch noch einmal vorgenommen:

A – Ausleben (im Sinne von Berufung) Ausprobieren (Machen)
R – Reifen (Wachsen)
B – Bedürfnisse
E – Entwicklung
I – Intuition
T – Team
E – Energie
N – Neugier

Ich kann mich ausleben, meine einzigartigen Talente und Fähigkeiten zeigen – im Sinne von meine Berufung immer mehr leben. Ich kann mich ausprobieren und daran reifen und wachsen. Wichtig ist für mich immer mehr in meinen eigenen Rhythmus und Flow zu finden, meinen Bedürfnissen und meiner Intuition nachzugehen – ob ein Powernap oder ein Spaziergang am helllichten Tag. In einem Team von Gleichgesinnten kann ich andocken und mich austauschen. Ich entwickle mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiter. Das gibt mir Energie und ich lerne mit Neugier neue Dinge kennen und erweitere meinen Horizont – ohne zu müssen.

Stichwort New Work und sinnstiftend Arbeiten

Machen wir also Platz für neue Denk-Modelle vom Arbeiten und erwecken sie zum Leben. Ich wünsche uns dafür Arbeits-Modelle, die zu uns passen, die wir leben wollen, die uns gesund halten, erfüllen und stärken. Lass sie uns gestalten.

Sandra Kleine

Soundcheck für 2021 – Wo stehe ich aktuell und wo will ich hin

Blogbanner Soundcheck

We have a situation here

Soundcheck

Es gibt verschiedene Sorgen, die uns derzeit umtreiben können. Einige wackeln an unseren Grundpfeilern, die uns stützen sollen. Vieles, was uns sonst Halt und das Gefühl von Sicherheit gibt, ist nur eingeschränkt möglich… Konzertbesuche, Familie und Freunde treffen, in die Sauna gehen oder in den Yogakurs. Auch beruflich ist es eine existenzbedrohende Zeit für sehr viele Menschen. Wie ein Soundcheck da helfen kann, beschreibe ich in folgendem Text.

Dennoch ist es wichtig, den Mut und die Zuversicht nicht zu verlieren.

Und wie mache ich das? Angst haben ist ok, aber wir wollen uns nicht von ihr vereinnahmen lassen. Den Soundcheck als eine Möglichkeit zeige ich dir in diesem Blogbeitrag. Es gibt 2 Kraftquellen in uns, auf die wir uns fokussieren können. Dankbarkeit und eine Vision, mit anderen Worten: Der Blick auf das was schon da ist und der Blick auf das, wo wir hinwollen, unser Ziel.

Schau auf das, was schon da ist

Ich lade dich ein diese Methode, die ich dir vorstellen möchte, direkt einmal auszuprobieren. Mach einen Soundcheck. Nimm dir ein Blatt Papier oder dein Notizbuch zur Hand und einen Stift, besser 2 in unterschiedlichen Farben.

Soundcheck
  • Wähle 5 Lebensbereiche aus, die du dir einmal genauer anschauen möchtest. Das können beispielsweise Gesundheit & Fitness, Familie oder Partnerschaft, Beruf, Freizeit, Finanzen, Spiritualität, Gesellschaftliches Engagement und andere sein.
  • Male nun dein Mini-Mischpult: 5 Balken, die an einen Equalizer erinnern können. Jeder Balken steht für einen anderen Lebensbereich.
  • Stell dir vor deine Lebensbereich-Regler können von -5 bis +5 ausschlagen, in der Mitte ist die 0.
  • Zeichne nun ein, wie es in jedem einzelnen Bereich um deine aktuelle Zufriedenheit steht.

Wie hoch oder niedrig schlägt dein Ton auf deiner Lebensbereich-Skala aktuell aus? Betrachte deinen Soundcheck ganz wertfrei, es ist eine subjektive Einschätzung bei der es kein richtig oder falsch gibt. Jetzt hast du dir schon einmal einen super Überblick verschafft.

Nun geh in dich und überlege, wie diese Übersicht auf dich wirkt. Was fällt dir auf? In welchem Bereich gibt es Unstimmigkeiten. Was wird dir vielleicht bewusst? Wie klingt das für dich?

Nimm dir hierfür ein paar ruhige Minuten Zeit.

Visualisiere dein Jahr 2021

Stell dir vor, es wäre Dezember 2021. Wie sollten deine Regler stehen, um rückblickend auf dein Jahr 2021 deine Zufriedenheit in den einzelnen Bereichen zu erhöhen?
Welche und wie viel Veränderung soll es in den einzelnen Bereichen geben?
Worauf willst du deinen Fokus legen?

Nimm am besten jetzt eine neue Farbe und zeichne deine Wunsch-Reglerpositionen für deinen Sound 2021 ein.

Ein Tipp: damit ein Sound harmonisch klingt, sollten nicht alle Regler auf 5 stehen. Vielleicht hast du einen Regler auf -1 stehen und das ist auch aktuell völlig in Ordnung so, weil darauf dein Fokus nicht liegt. Vielleicht steht ein anderer Regler auf 4 und dir ist aber eine 5 in dem Bereich besonders wichtig.

Soundcheck

Sieh dir anschließend deine Zeichnung an und geh noch einmal kurz in dich. Was macht sie mit dir? Was wird dir vielleicht bewusst?
Wie hört sich deine Melodie jetzt für dich an?

Die Kraft der Visualisierung

Vielleicht kannst du deinen Sound für 2021 vor deinem inneren Ohr hören. Vielleicht tanzt die Melodie vor deinem inneren Auge herum. Heb dir die Skizze auf, wenn du möchtest und schau im Laufe des Jahres immer mal wieder drauf.

Was ich lieben gelernt habe, ist die Vision für mein Jahr noch bildlich festzuhalten, in Form einer Visionscollage. Ich habe als Kind schon gerne Collagen gebastelt, die Kraft dieser war mir damals gar nicht bewusst. Es hilft mir vor Augen zu haben, worauf ich in diesem Jahr meinen Fokus legen will und was mir besonders wichtig ist. Außerdem ist die Wirkung auf unser Unterbewusstes enorm. Wenn wir tagtäglich – auch nur im Vorbeilaufen – unsere Collage sehen, gehen diese Bilder und unsere damit verbundenen Ziele und Wünsche in unser Unterbewusstsein über und dienen uns als Orientierung bei Entscheidungen.

Ob du dir nun zusätzlich eine Collage kleben willst oder dir einfach deine Soundcheck-Skizze immer mal wieder ansiehst in diesem Jahr, sie kann dir Kraft spenden und Zuversicht geben. Du kannst so auch immer wieder zwischendurch checken, ob du dich noch auf dem richtigen Pfad befindest oder deinen Fokus wieder aufnehmen willst.

Zu allerletzt überlege einmal, was der erste kleine Schritt sein kann, mit dem du morgen bereits beginnen kannst, um deiner Wunsch-Reglerposition ein Stück näher zu kommen.

Ich wünsche dir dabei viel Freude!

Sandra Kleine