Warum ich Purpose Coach geworden bin? Teil 3/3 – Entscheidungen treffen

Blog Sandra Kleine

Nach einem arbeits- und fortbildungsreichen Jahr 2019 bis Anfang 2020 war ich zwar mit Vollgas auf meinem Weg unterwegs, was mich unglaublich stolz machte! Das rote Fähnchen auf dem Zielberg war endlich wieder zu sehen. Aber es war auch ultra anstrengend! Nach der Elternzeit stieg ich in einen neuen Job ein, wo ich mich beweisen wollte, wobei ich mit der Umstellung vom slowly Baby-Life auf diese getaktete Arbeitswelt schon genug zu tun hatte. Das Umfeld war für mich noch nicht stimmig. Coach zu sein im Nebenberuf hieß tagsüber Geld verdienen, nachmittags Familienzeit, abends teilweise berufliche Veranstaltungen, teilweise online Weiterbildungen oder auf längeren Seminaren weg zu sein. Der Aufbau meiner Selbstständigkeit war praktisch erst nach 21Uhr möglich. Dennoch entstand autodidaktisch meine Website und ich hatte die ersten Gespräche. Und schon war ich wieder drin im Hamsterrad von eigenen Vorstellungen und Leistungsdruck – konfrontiert mit Antreibern aus meiner Erziehung: Reiß dich zusammen und streng dich an! Mach schnell! Alles nach dem Motto: Alles, was nicht tötet, härtet. Puh!

Moooment, was war nochmal genau mein Ziel? Ich möchte mehr Freiraum um glücklich und sinnerfüllt zu arbeiten und mir mein (Arbeits-)Leben so zu gestalten, wie es zu mir passt.

Wie du herausfinden kannst, was zu dir passt?

Manchmal bedarf es dafür mehr Zeit und Tiefe, z.B. in einem Coaching, aber hier 2 kleine Anregungen. Die klassische Pro/Contra-Liste kennst du vielleicht. Diese eignet sich sehr gut, wenn du ein analytischer Typ bist und gern verschiedene Szenarien für dich durchdenkst. Allerdings erinnere ich nochmal an Learning 3 aus meinem letzten Blogartikel. Herz über Kopf! Oder was sagt das Bauchgefühl dazu? Die Gefahr besteht leider, dass du Entscheidungen triffst, weil du denkst, dass man das so macht, weil die Erziehung und die Gesellschaft das so von dir erwartet. Ohne dass es vielleicht deinem innersten Vorstellungen entspricht. In der Psychologie nennt man das Phänomen Soziale Erwünschtheit, was in Fragebögen oft durch Kontrollfragen versucht wird herauszumitteln.
Wie kannst du dich aber beim selbst befragen, davor schützen sozial erwünscht zu entscheiden? Und wie kannst du wieder mehr auf dein Bauchgefühl hören? Meditation kann ein Weg sein wieder mehr in die Intuition zu kommen. Höre in der Stille genau in dich hinein und sei offen, was da kommt.
Eine weitere Methode, die ich sehr erstaunlich finde, ist an die Kinesiologie angelehnt. Du stehst mit geschlossenen Augen, Beine hüftbreit auseinander und Arme neben dem Körper. Stelle dir im Geiste eine Frage, die du mit Ja oder Nein beantworten könntest. Und dein Körper wird dir die Antwort zeigen. Vorbewusst weiß dein System schon, was gut für dich ist, bevor es dir gedanklich bewusst ist. Bei einem Ja, zieht es deinen Körper sanft nach vorn. Bei einem Nein zieht es ihn sanft zurück. Probiere es doch einfach mal aus.

Anfang diesen Jahres fasste ich den Entschluss: Erst wenn eine Tür wirklich zu ist, kann eine Neue aufgehen, wie meine Mama früher immer schon zu mir gesagt hat. Nicht alle Prägungen aus der Erziehung sind negativ, es gibt auch viele positive. 😉 Ich hörte auf mein Herz, weniger auf die Bedenken, denn ich möchte meinen Traum mit ganzer Kraft verfolgen können und nicht nur so nebenbei. Außerdem habe ich schon immer einen Hang zu Sprüngen ins kalte Wasser gehabt. So bin ich Anfang des Jahres voll und ganz in die Selbstständigkeit gestartet.

Nun noch die Beantwortung der Frage: Warum bin ich eigentlich Purpose Coach geworden? Wegen all dem – meinen Erfahrungen, Überzeugungen und Stärken. Ich kann etwas bewirken für eine bessere Welt. Weil das äußere Wachstum, dem inneren Wachstum folgt, helfe ich Menschen nun dabei sich selbst und damit auch automatisch ihren Weg zu finden. So gestalten wir gemeinsam eine bessere, friedlichere, nachhaltigere, liebevollere, authentischere, sozialgerechtere Welt von innen heraus und gleichzeitig ein angenehmeres Miteinander im Alltag und im Berufsleben.

Habe den Mut deinem Bauchgefühl zu vertrauen und gestalte deinen Weg!