Warum ich Purpose Coach geworden bin Teil 1/3 – ein Prozess

In meinem Blog stelle ich mich vor und werde auch das Thema Purpose beleuchten, was ist das überhaupt? Warum bin ich Coach für das Finden des eigenen Purpose geworden?

Ich war immer eine disziplinierte Schülerin, Auzubildende, Studentin, Arbeitnehmerin. Anpassungsfähig, aber unglücklich. Diese Unzufriedenheit ließ mich vieles ausprobieren. Eine Zeit lang zweifelte ich an mir, fragte, was falsch an mir sei, dass es einfach nicht klappt mit der Passung. Von außen betrachtet, stimmte ja alles. Abi, Ausbildung, Weiterbildung, Studium, Job, alles nahtlos – Wachstum und Konsum. Worauf eben unser System ausgelegt ist. Eine kurze Zeit schaffte ich es mich hineinzuzwängen, wie in eine zu enge Röhrenhose. Doch das Körnchen im Getriebe, was mich auf Dauer nicht glücklich machte, war immer deutlicher zu spüren. Die Erbse unter den vielen Matratzen. Wofür mache ich das eigentlich? Und ist das sinnvoll, dass so viel produziert wird, was am Ende nur weggeschmissen wird? Ich habe den Sinn nicht mehr gesehen. Hinzu kam fehlende Wertschätzung und zu wenig Zeit für Dinge, die ich liebe und zu wenig Geld um wenigstens monetäre Anerkennung zu erhalten. Alles in allem kam die Elternzeit Ende 2017 als Austiegsmöglichkeit aus dem Hamsterrad gerade recht. Bei ausgedehnten Spaziergängen mit dem Kinderwagen konnte ich mir in Ruhe Gedanken machen.

Mit dem Blick auf dieses neue Menschlein in meinem Leben und den Fragen, was möchte ich meiner Tochter mit auf den Weg geben, in welcher Gesellschaft will ich sie aufwachsen sehen? Welchen Beitrag kann ich dazu leisten? Was will ich denn eigentlich wirklich (wirklich)? Was passt zu mir?

Diese Fragen lassen sich natürlich nicht von jetzt auf gleich beantworten. Es ist ein Prozess, der immer fortläuft. Und man muss das auch nicht allein schaffen.

Probleme kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind.

Albern Einstein zugeschrieben

Mir haben Gespräche mit Vertrauten geholfen, entsprechende Bücher lesen und erst einmal ein kostenloses Angebot der Stadt Dresden annehmen – Bildungsbahnen im Johannstädter Kulturtreff. Das kann ich nur empfehlen (unbezahlte Werbung), allerdings habe ich schnell gemerkt, dass es mir mit einer Beratungsstunde in der Woche über ein paar Wochen verteilt mit Baby im Schlepptau nicht tief genug geht. Irgendwie war ich doch alleine damit, immer abgelenkt durch die Betreuung und auch immer noch orientierungslos. Im Nachhinein war es aber ein sehr sehr guter Einstieg.

Demnächst mehr …

Sandra Kleine
Sandra Kleine

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