Wie du es schaffst besser, auf deine Bedürfnisse zu hören

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Ein Jahr Pandemie reicht jetzt auch, oder?! Ich fühle mich manchmal hilflos ausgeliefert den äußeren Umständen, wo ich doch sonst gern aktiv die Schmiedin meines Glückes bin. Wer erlaubt sich zu sagen, dass meine Arbeit nicht systemrelevant sei? Für mich und mein System Familie ist sie es nämlich. Gefühlt habe ich meine Bedürfnisse – nach sozialem Kontakt, nach Nähe, nach Ruhe, nach einfach mal Chillen, nach Inspiration, nach Tanzen gehen – schon so weit runtergeschraubt, dass ich nur froh bin, wenn die Kita offen bleibt und ich arbeiten kann. So weit ist es schon. Im Grunde bin ich ja dafür, sich bei der Arbeit auch selbst verwirklichen zu können und strebe das an. Was mich aktuell aber daran stört, ist die Konzentration – vor allem gesellschaftlich – auf den reinen Wirtschaftsfaktor. Hauptsache das Rad bleibt am Rollen.

Was ist mit meinen Bedürfnissen? Die sollen dabei nicht auf der Strecke bleiben. Was sind Bedürfnisse, wie können wir besser auf unsere Bedürfnisse achten und warum ist es wichtig, sich selbst richtig zuzuhören? Das beleuchte ich in diesem Text.

Was sind eigentlich Bedürfnisse?

Ein Bedürfnis ist das Verlangen oder der Wunsch, einem empfundenen oder tatsächlichen Mangel Abhilfe zu schaffen. … Beim Menschen ist ein Bedürfnis eine Persönlichkeitseigenschaft und wird Motiv genannt.“ (Stangl, W. (2021). Stichwort: ‚Bedürfnis – Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik‘) Abgerufen am 26.03.2021.

Jeder Mensch hat unterschiedliche Motive, die unbegrenzt, wandelbar und von verschiedenen Bedingungen abhängig sein können und im Grunde individuell mehr oder minder dringlich sind. Abhängigkeiten können u.a. Erziehung, Alter oder Einkommen sein. Die Motive lassen sich zudem kategorisieren, auch Stangl macht dazu einen Vorschlag.

Maslow

Ich finde nach wie vor die Einteilung des Herrn Maslow recht griffig, die ich noch aus meinem Psychologiestudium kenne. Von unten nach oben:
Überleben
Sicherheit
Zugehörigkeit
Individualität
Selbstverwirklichung

„Bedürfnisse bilden die Grundlage allen menschlichen Handelns, das ausgerichtet auf die Befriedigung dieser Bedürfnisse ist, und zwar sowohl der materiellen als auch der immateriellen. Jede Aktion basiert letztlich somit auf menschlichem Verhalten, das sich aus Erwartung, Einstellung und Erfahrung zusammensetzt.“
Stangl, W. (2021).

Was passiert, wenn wir unsere Bedürfnisse übergehen?

Eine Zeit lang ist es schon möglich über die eigenen Bedürfnisse hinwegzugehen. Eine Zeit lang kann ich es aushalten, meine engsten Freunde nicht unbeschwert treffen zu können. Ein gutes Beispiel ist auch das Bedürfnis nach Ruhe. Vielleicht kennst du das auch. Es gibt viele Anforderungen von außen und weniger Zeit, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Doch die Auswirkungen zeigen sich immer deutlicher körperlich und auch psychisch. Ob Schlafstörungen, Gereiztheit oder andere Symptome, wir fühlen uns unausgeglichen.

„Wir sind sehr im Außen und richten uns nach dem, was da von uns verlangt wird. Das müssen wir auch, weil wir sonst in dieser Gesellschaft gar keinen Platz finden. Und dabei lernen wir schon als Kinder, unsere Bedürfnisse zu unterdrücken und nehmen die Vorstellung, die wir verfolgen für wichtiger als die aus dem eigenen Körper kommenden Signale.“

Gerald Hüther im Interview auf focus.de

Gerald Hüther geht sogar davon aus, dass die derzeitige Unterdrückung des kindlichen Bedürfnisses nach Kontakt mit Gleichaltrigen Veränderungen am sich im Wachstum befindenden Gehirn hervorrufe. Schauerliche Vorstellung, denn niemand kann abschätzen, was das bedeutet in Zukunft. Um so wichtiger ist es, dass wir im Hier und Jetzt gut auf uns uns acht geben.

4 wichtige Fragen, wie du deine Bedürfnisse erkennst

Es ist ganz einfach und gleichzeitig doch so schwer. Mit dem Bewusstsein, wie wichtig es ist auf unser System Körper, Geist und Seele zu achten, sollten wir regelmäßig inne halten und Wahrnehmen. Auf unser Gefühl hören.

  • Wie geht es mir gerade?
  • Was fehlt mir?
  • Was brauche ich?
  • Wie kann ich gut für mich selbst und meine Bedürfnisse einstehen?

Die letzte Frage ist wohl die schwierigste von allen. Denn es nützt nichts, wenn wir immer weiter unsere Grenzen missachten. Wir müssen (lernen) uns selbst wieder richtig zuzuhören. Denn wir sind auch selbst in der Verantwortung für uns einzustehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen, um gut für uns zu sorgen.

Charmant finde ich auch die Herangehensweise der Neuen Narrative. Wie gut ist mein Bedürfnis erfüllt? Du kannst dir dafür verschiedene Gläser vorsellen. Jedes steht für ein Bedürfnis und jedes Glas kann unterschiedlich gefüllt sein. So kannst du deinen momentanen Ist-Zustand erst einmal visualisieren und erkennen. Um dann im nächsten Schritt Maßnahmen einzuleiten, die dir gut tun.

Zum Thema, wie du für dich selbst gute Entscheidungen treffen kannst und was deine Werte damit zu tun haben, findest du auch einen Blogbeitrag von mir.

Selbstfürsorge

Ich sorge für mich selbst. Nicht mein Partner, meine Partnerin oder meine Chefin oder sonst wer. Ich mache mein Wohlbefinden nicht von dem Verhalten Anderer abhängig.
Wenn wir nicht lernen selbst für uns einzustehen, kann das auf Dauer sehr belastend sein. Übernimm Verantwortung! Sei dir selbst ein guter Freund!
Eine gute Kommunikation kann dabei ebenfalls helfen, z.B. „hey, ich brauche mal eine Umarmung.“ So weiß die andere Person, wie sie am besten mit dir umgehen kann.
Beachte auch, es müssen nicht gleich alle Bedürfnisse auf einmal befriedigt sein. Nach und nach und frage dich, was ist jetzt dran? Was brauche ich jetzt wirklich?

Auch wenn ich immer noch das Bedürfnis nach Kontakt und Nähe verspüre, so kann ich dennoch gut für mich sorgen und mir mehr Zeit für mein Bedürfnis nach Entspannung und Ruhe zu erlauben. Womit ich wieder beim Anfang wäre, einfach mal chillen. Ein paar Tage frei machen, Seele baumeln lassen, nix tun müssen.
Sonne tanken – kleine Freuden genießen. Zuversicht.

Alles Liebe,

Sandra Kleine

Veranstaltungstipp

Selbstfürsorge

In der Online 𝗜𝗺𝗽𝘂𝗹𝘀-𝗦𝗲𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻 mit Manja und Katja des The-Purpose-Network am 22.04.2021 geht es darum:
★ deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen (statt nur auf Bedürfnisse andere achten)
★ dir bewusst zu werden, worauf du selbst Einfluss nehmen kannst
★ deine Eigenverantwortung zu stärken
★ Ideen zu entwickeln, wie mehr Selbstfürsorge in deinen Alltag integriert werden kann
★ in den Erfahrungs-Austausch mit anderen zu kommen
★ Impulse und Life-Hacks für mehr Selbstfürsorge im Alltag zu erhalten

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Was heißt Arbeiten für dich?

Was heißt Arbeiten für dich

Dieser Frage gehe ich in diesem Blogbeitrag einmal nach. Gleichzeitig lade ich dich dazu ein, dich ebenfalls auf die Frage einzulassen. Ich gebe dir eine kleine, feine Methoden an die Hand, die du direkt ausprobieren kannst.
Inspiriert von Yvonne – Kollegin aus dem Konnektiv62 – Innovationsarchitektin und Design-Thinking Coach – kurz: Expertin im Um-die-Ecke-Denken, die mich letztens in einem Gespräch auf die Frage stupste: was heißt eigentlich Arbeiten für dich?

Leidenschaft oder Freudenschaft?

Broterwerb oder Berufung? Verschiedene Denk-Modelle können dem Begriff zu Grunde liegen und auch dabei gibt es kein richtig oder falsch. D.h. jeder Mensch hat seine ganz eigene Definition in Abhängigkeit mit seinen gemachten Erfahrungen.

  • Wie ist eigentlich deine Beziehung zum Arbeiten?
  • Mit welchen Prägungen zum Thema Arbeit bist du aufgewachsen?
  • Was wird dir gesellschaftlich vorgelebt, was empfindest du ganz persönlich?
  • Wohin möchtest du dich in Bezug aufs Arbeiten gern entwickeln?

Eine Möglichkeit dich dem Begriff anzunähern, ohne darauf einfach nur „rumzudenken“, ist ein Akrostichon anzulegen und mal dein Unterbewusstsein assoziieren zu lassen. Welcher Begriff mit A fällt dir als erstes ein, welcher Begriff mit R, mit B usw. Schreib drauf los, was dir einfällt – ohne zu viel zu grübeln.

Probiere es doch gleich mal aus, was kommt dir als erstes in den Sinn?

A …
R …
B …
E …
I …
T …
E …
N …

Wenn du dich nicht von meinen Gedanken beeinflussen zu lassen möchtest, dann lies erst weiter, wenn du deine Begriffe fertig notiert hast.

Ich muss arbeiten

Mir ist bei der Übung aufgefallen, dass ich viele eher negative Begriffe assoziiert habe. Diese rühren teils aus meiner gemachten Erfahrung her, aber es schlummert auch noch der ein oder andere Glaubenssatz darin. Geld muss „verdient“ werden, zum Beispiel.

A – Anstrengend
R – Ressourcen
B – Beweisen
E – Erreichen
I – Interna
T – Titel
E – Engagement
N – Nine-to-Five

Man muss sich nur anstrengen um etwas zu werden, etwas zu erreichen. Nine-to-Five ist ja mittlerweile schon wieder verpönt. Vor allem in der Agenturszene ist es doch schon längst Nine-to-Eight. So wie arbeiten häufig noch im Konzernumfeld läuft, verwende ich acht und mehr Stunden meiner knappen Ressourcen am Tag darauf, jemand anderes Lebenstraum zu verwirklichen und mich im Konkurrenzkampf zu beweisen. Dies empfand ich stark bei Vertriebstätigkeiten, wo zusätzliche „Anreize“ geschaffen wurden um die Motivation zu steigern. Wenn ich zurück denke, an die Ellenbogen- Battle um jedes Prozentpunkt an Provision, dann wächst nur wieder der Frust – sonst nichts. Von der psychischen Belastung mal ganz zu schweigen.

Muster erkennen

Diese Übung kannst du auch mit weiteren Begriffen machen: z.B. Erfolg, Geld, Familie, Beruf usw. Dabei können sehr interessante Muster zu Tage kommen, wie wir denken oder wie wir zu bestimmten Themen eingestellt sind.

Wenn du dabei auch auf Glaubenssätze stoßen solltest, die sich lohnen mal näher anzusehen, dann kontaktiere mich gern und wir schauen in einer individuellen Coaching-Sitzung, wie du diese für dich umwandeln kannst.

Welche Vision vom Arbeiten kreierst du für dich?

  • Dein perfekter Tag, bzw. Arbeitstag – wie sieht er aus?
  • Wie beginnt er?
  • Was machst du?
  • Bist du am Schreibtisch oder unterwegs?
  • Arbeitest du mit den Händen?
  • Mit wem interagierst du?
  • Wie verbringst du deinen Tag und wie fühlst du dich dabei?

Schließe einmal deine Augen, atme tief ein und entspanne deine Augen, deine Stirn, deine Schultern und visualisiere deinen für dich perfekten Arbeitstag vor deinem inneren Auge.

Öffne deine Augen wieder. Welche Begriffe assoziierst du, wenn du nun ein neues Akrostichon ausfüllst?

A …
R …
B …
E …
I …
T …
E …
N …

Wie fühlst du dich, wenn du beide mal gegenüberstellst? Was fällt dir auf?

Dass es sich nicht wie Arbeiten anfühlt

Na wenn du dein Hobby zum Beruf machst, hast du ja kein Hobby mehr?!? So ein Quatsch! Das kann ich dir Dank der Beschäftigung mit Purpose im Coaching mit Sicherheit sagen.

Where your mind goes – energy flows

  • Was kannst du unendlich lange machen, ohne müde zu werden?
  • In welchen Tätigkeiten befindest du dich im Flow?
  • Mit welcher Arbeiten genau, fühlst du dich wohl?
  • Welcher Arbeitsgewohnheiten-Typ bist du?

Ich habe mir mein Akrostichon auch noch einmal vorgenommen:

A – Ausleben (im Sinne von Berufung) Ausprobieren (Machen)
R – Reifen (Wachsen)
B – Bedürfnisse
E – Entwicklung
I – Intuition
T – Team
E – Energie
N – Neugier

Ich kann mich ausleben, meine einzigartigen Talente und Fähigkeiten zeigen – im Sinne von meine Berufung immer mehr leben. Ich kann mich ausprobieren und daran reifen und wachsen. Wichtig ist für mich immer mehr in meinen eigenen Rhythmus und Flow zu finden, meinen Bedürfnissen und meiner Intuition nachzugehen – ob ein Powernap oder ein Spaziergang am helllichten Tag. In einem Team von Gleichgesinnten kann ich andocken und mich austauschen. Ich entwickle mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiter. Das gibt mir Energie und ich lerne mit Neugier neue Dinge kennen und erweitere meinen Horizont – ohne zu müssen.

Stichwort New Work und sinnstiftend Arbeiten

Machen wir also Platz für neue Denk-Modelle vom Arbeiten und erwecken sie zum Leben. Ich wünsche uns dafür Arbeits-Modelle, die zu uns passen, die wir leben wollen, die uns gesund halten, erfüllen und stärken. Lass sie uns gestalten.

Sandra Kleine

Soundcheck für 2021 – Wo stehe ich aktuell und wo will ich hin

Blogbanner Soundcheck

We have a situation here

Soundcheck

Es gibt verschiedene Sorgen, die uns derzeit umtreiben können. Einige wackeln an unseren Grundpfeilern, die uns stützen sollen. Vieles, was uns sonst Halt und das Gefühl von Sicherheit gibt, ist nur eingeschränkt möglich… Konzertbesuche, Familie und Freunde treffen, in die Sauna gehen oder in den Yogakurs. Auch beruflich ist es eine existenzbedrohende Zeit für sehr viele Menschen. Wie ein Soundcheck da helfen kann, beschreibe ich in folgendem Text.

Dennoch ist es wichtig, den Mut und die Zuversicht nicht zu verlieren.

Und wie mache ich das? Angst haben ist ok, aber wir wollen uns nicht von ihr vereinnahmen lassen. Den Soundcheck als eine Möglichkeit zeige ich dir in diesem Blogbeitrag. Es gibt 2 Kraftquellen in uns, auf die wir uns fokussieren können. Dankbarkeit und eine Vision, mit anderen Worten: Der Blick auf das was schon da ist und der Blick auf das, wo wir hinwollen, unser Ziel.

Schau auf das, was schon da ist

Ich lade dich ein diese Methode, die ich dir vorstellen möchte, direkt einmal auszuprobieren. Mach einen Soundcheck. Nimm dir ein Blatt Papier oder dein Notizbuch zur Hand und einen Stift, besser 2 in unterschiedlichen Farben.

Soundcheck
  • Wähle 5 Lebensbereiche aus, die du dir einmal genauer anschauen möchtest. Das können beispielsweise Gesundheit & Fitness, Familie oder Partnerschaft, Beruf, Freizeit, Finanzen, Spiritualität, Gesellschaftliches Engagement und andere sein.
  • Male nun dein Mini-Mischpult: 5 Balken, die an einen Equalizer erinnern können. Jeder Balken steht für einen anderen Lebensbereich.
  • Stell dir vor deine Lebensbereich-Regler können von -5 bis +5 ausschlagen, in der Mitte ist die 0.
  • Zeichne nun ein, wie es in jedem einzelnen Bereich um deine aktuelle Zufriedenheit steht.

Wie hoch oder niedrig schlägt dein Ton auf deiner Lebensbereich-Skala aktuell aus? Betrachte deinen Soundcheck ganz wertfrei, es ist eine subjektive Einschätzung bei der es kein richtig oder falsch gibt. Jetzt hast du dir schon einmal einen super Überblick verschafft.

Nun geh in dich und überlege, wie diese Übersicht auf dich wirkt. Was fällt dir auf? In welchem Bereich gibt es Unstimmigkeiten. Was wird dir vielleicht bewusst? Wie klingt das für dich?

Nimm dir hierfür ein paar ruhige Minuten Zeit.

Visualisiere dein Jahr 2021

Stell dir vor, es wäre Dezember 2021. Wie sollten deine Regler stehen, um rückblickend auf dein Jahr 2021 deine Zufriedenheit in den einzelnen Bereichen zu erhöhen?
Welche und wie viel Veränderung soll es in den einzelnen Bereichen geben?
Worauf willst du deinen Fokus legen?

Nimm am besten jetzt eine neue Farbe und zeichne deine Wunsch-Reglerpositionen für deinen Sound 2021 ein.

Ein Tipp: damit ein Sound harmonisch klingt, sollten nicht alle Regler auf 5 stehen. Vielleicht hast du einen Regler auf -1 stehen und das ist auch aktuell völlig in Ordnung so, weil darauf dein Fokus nicht liegt. Vielleicht steht ein anderer Regler auf 4 und dir ist aber eine 5 in dem Bereich besonders wichtig.

Soundcheck

Sieh dir anschließend deine Zeichnung an und geh noch einmal kurz in dich. Was macht sie mit dir? Was wird dir vielleicht bewusst?
Wie hört sich deine Melodie jetzt für dich an?

Die Kraft der Visualisierung

Vielleicht kannst du deinen Sound für 2021 vor deinem inneren Ohr hören. Vielleicht tanzt die Melodie vor deinem inneren Auge herum. Heb dir die Skizze auf, wenn du möchtest und schau im Laufe des Jahres immer mal wieder drauf.

Was ich lieben gelernt habe, ist die Vision für mein Jahr noch bildlich festzuhalten, in Form einer Visionscollage. Ich habe als Kind schon gerne Collagen gebastelt, die Kraft dieser war mir damals gar nicht bewusst. Es hilft mir vor Augen zu haben, worauf ich in diesem Jahr meinen Fokus legen will und was mir besonders wichtig ist. Außerdem ist die Wirkung auf unser Unterbewusstes enorm. Wenn wir tagtäglich – auch nur im Vorbeilaufen – unsere Collage sehen, gehen diese Bilder und unsere damit verbundenen Ziele und Wünsche in unser Unterbewusstsein über und dienen uns als Orientierung bei Entscheidungen.

Ob du dir nun zusätzlich eine Collage kleben willst oder dir einfach deine Soundcheck-Skizze immer mal wieder ansiehst in diesem Jahr, sie kann dir Kraft spenden und Zuversicht geben. Du kannst so auch immer wieder zwischendurch checken, ob du dich noch auf dem richtigen Pfad befindest oder deinen Fokus wieder aufnehmen willst.

Zu allerletzt überlege einmal, was der erste kleine Schritt sein kann, mit dem du morgen bereits beginnen kannst, um deiner Wunsch-Reglerposition ein Stück näher zu kommen.

Ich wünsche dir dabei viel Freude!

Sandra Kleine

Lachen als Reaktion der 1. Wahl

Lachen ohne Grund

In dem Text geht es um das Lachen ohne Grund, warum es dennoch immer einen guten Grund gibt zu lachen, was es mit Purpose zu tun hat und warum Lachen als Reaktion der 1. Wahl eine Lebensweisheit sein kann.

Warum lachen wir eigentlich?

Wir lachen aus emotionalen Gründen. Bei positiver Stimmung und Vorfreude, aus Scham oder um einen Fehler abzuschwächen. Wir lachen durch körperliche Stimulation, z.B. durch Kitzeln. Wir lachen aus kognitiver Anregung wie Witze, Comedy, Satire & Co., die uns zum Lachen bringen. Und noch mehr.

Evolutionsbiologisch geht das Lachen schon auf die Steinzeit zurück. Psychologen und Hirnforscher haben festgestellt, dass das Lachen in einem evolutionsbiologisch sehr alten Hirnareal angesiedelt ist – im Limbischen System. Unsere Sprache dagegen befindet sich außen im Cortex – also jünger sein muss. Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass unsere Vorfahren schon lachen konnten oder sich verständigt haben durch Lachen, bevor sie miteinander gesprochen haben.

Lachen ist soziale Interaktion, eine besondere Form der Kommunikation und baut direkt eine Verbindung zwischen uns Menschen auf.

Es gibt eine Lachübung: „Warum lachen wir eigentlich?“
Wir nehmen die Handflächen nach oben, winkeln unsere Arme leicht an und öffnen sie zur Seite. Dabei lachen wir schulterzuckend. So nach dem Motto: weiß ich doch nicht – ohne Grund eben.

Einfach Lachen mit Sandra

Wir lachen ohne Grund

Aus meiner Erfahrung als Lachyoga Trainerin kann ich berichten, dass es ganz einfach ist ohne Grund zu lachen. Vor 25 Jahren erfand der indischer Arzt Dr. Madan Kataria Lachyoga zusammen mit seiner Frau Madhuri, die Yogalehrerin ist. Mittlerweile ist aus der anfänglichen Idee mit Lachen Zivilisationskrankheiten zu minimieren eine weltweite Bewegung geworden – ja ein richtiges Movement. Über 8.000 Lachtreffs gibt es in über 120 Ländern. Corona hat diese nochmal näher zusammenrücken lassen. Denn Dank Zoom & Co. gibt es wöchentliche Lachtreffs über die Ländergrenzen hinweg, in die sich auch der Begründer regelmäßig einschaltet oder auch regelmäßig selbst initiiert.

Lachen in Lachyoga-Treffs ist wahnsinnig ansteckend. Wir lachen gemeinsam in der Gruppe. Durch Augenkontakt und die verspielte Aktivierung unseres inneren Kindes wird aus einem anfänglich absichtlichen Lachen, schnell ein natürliches Lachen.

Es gibt immer einen guten Grund

Beim Ergründen meines Purpose – meinem ganz persönlichen Grund, warum ich auf dieser Welt unterwegs bin und welchen Unterschied ich machen möchte, bin ich auf diese Methode gestoßen. Selbst immer wieder am Struggeln mit Denkmustern – à la ‚was sollen die Leute denken‘, hilft mir Lachyoga total über meinen Schatten zu springen und loszulassen. Beim Lachen denken wir nicht. Ich bin nach einer Lachsession befreit, entspannt und doch energetisiert und aktiviert. Das ist unglaublich. Dort bin ich gern die Eisbrecherin und lasse Bedenken und Hemmungen meiner Teilnehmenden verfliegen durch mein entwaffnendes Lachen direkt zu Beginn der Lachsession.
Dazu hat Felix Pischel Anfang 2020 einen sehr wertschätzenden Blick als Teilnehmer in seinem Artikel bei Die Sachsen geteilt.

Erkenntnisse, was Lachyoga bewirken kann

Lachen hebt die Stimmung, stärkt die Resilienzfähigkeit, stärkt das Immunsystem und das Gemeinschaftsgefühl. Im Besonderen wenn wir anhaltend laut und herzlich lachen, so wie wir es in einer Lachsession tun. Damit versorgen wir unseren Körper optimal mit Sauerstoff. Die positiven physiologischen und psychologischen Auswirkungen des Lachens sind bei absichtlichem Lachen die Gleichen, wie bei natürlichem Lachen. Lachyoga aktiviert und entspannt gleichzeitig. Es eignet sich als Methode um nach einem Schicksalsschlag wieder mehr ins Lachen zu finden und sich Lebensfreude wieder zu erlauben und ein Stück weit einzuladen. Heilende Wirkung kann in vielerlei Hinsicht eintreten, z.B. bei emotionalen Problemen, Lernschwierigkeiten oder Aufmerksamkeitsstörungen. Die Lachübungen helfen dir spielerisch über deinen Schatten zu springen, dich zu öffnen und zu zeigen. Du fühlst dich gesund und glücklich.

Ein Blick lohnt sich auch in die Übersicht an Studien und Ergebnissen, die der Lachverband zusammengetragen hat, was Lachyoga alles bewirken kann.

Impulsgeberin für Freude

Ich sei eine gute Impulsgeberin für Freude sagte Julia zu mir in ihrem Podcast #neuestärke, als ich bei ihr im Interview war. Julia und ich kennen uns durch die gemeinsame Arbeit im The-Purpose-Network. Wir redeten über mich, meinen Weg zum Purpose, was Lachyoga damit zu tun hat, und wie du dir die Freude bewusst in dein Leben holen kannst. Du hast die Wahl, wie du reagieren möchtest auf Situationen. Lachen als Reaktion der 1. Wahl ist eine yogische Haltung zu dir und deinem Umfeld. Du findest die Folge auch auf YouTube und auf meiner Website. Ich möchte etwas bewirken und kann mit Lachyoga einen für mich wesentlichen Beitrag leisten – mit Lachen und Leichtigkeit einen Raum für Miteinander geben, aus dem die Menschen erfrischt und gestärkt herausgehen.

Das möchtest du auch erleben? Schaue gleich nach dem nächsten Online Lachyoga Termin.

„Glück wächst, wenn man daran arbeitet, nicht nur für sich selbst die Welt zu verbessern, sondern auch für alle anderen.“

@Laughter Yoga International
Interview über Purpose und Freude im Podcast #neuestärke

Was kannst du tun um wieder mehr zu lachen?

Du kannst dir morgens nach dem Aufstehen als erstes Lachcreme auftragen. Bilde mit einer Hand ein Gefäß und hole mit der anderen eine ordentliche Portion Lachcreme heraus, die du großzügig und mit liebevollem Klopfen lachend auf deine Gesichtshaut auftragen kannst. Nach Belieben kannst du die Übung mit der Lach- Körpercreme ausweiten.

Wusstest du, dass Kinder ca. 400 Mal am Tag lachen, aber Erwachsene im Durchschnitt nur 15 Mal? Mach dir bewusst, wie häufig du lachst und warte nicht auf externe Reize, die dich zum Lachen bringen. Entscheide dich für das Lachen als Reaktion der 1. Wahl.

Wenn du dabei Support brauchst, unterstütze ich dich sehr gern. Ich biete Lachyoga als intensives 1:1 Coaching, als Teamevent oder als Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsmanagements an. Regelmäßig initiiere ich Lachtreffs im Konnektiv62 und virtuell.

Nächste Termine für Online Lachyoga:

www.einfach-lachen.de

Meetup Gruppe

Zum Abschluss noch ein weiteres Podcastinterview, in dem ich über die Kraft des Lachens spreche

Warum du deine Werte kennen solltest

Warum du deine Werte kennen solltest

Der Text dreht sich darum, warum du deine Werte kennen solltest und wie du das anstellen kannst.

Anlass sind zwei Begebenheiten

Oder eigentlich Drei. Drittens: es ist einfach wichtig!

Erste Begebenheit, ich habe mir und meinem Freund letztes Jahr ein Spiel geschenkt, mithilfe man spielerisch seine Werte als Paar entwickeln kann. Das Spiel lag eine ganze Weile nur da, bis es uns erst kürzlich gerappelt hat, es einfach mal auszuprobieren. Es war hochinteressant über die eigenen und die gemeinsamen Werte zu sprechen, die unterschiedlichen Assoziationen der einzelnen Werte zu beleuchten und dadurch die Perspektive zu wechseln. Es hat uns in unseren verbindenden Elementen gestärkt und unabhängig von gängigen Alltagsthemen ins Gespräch gebracht.

Zweitens ein Instagram Post , der mich darauf aufmerksam machte, welche Wirkung die Sternenkonstellation Merkur in der Waage auf uns Menschen derzeit haben kann.

„Ausgleichende und ehrliche Kommunikation in zwischenmenschlichen Verbindungen. …Jetzt kannst du nochmal mehr klar Deine Werte mitteilen und Verantwortung für das übernehmen, was dir wirklich wichtig ist!“

Melinda Violet Fleshman

Kennst du deine Werte?

Werte sind das, was uns am umfassendsten motiviert. Sie leiten unsere Einstellungen und unser Handeln, auch unbewusst. Unsere Werte sind in uns verankert und prägen unseren Blick auf die Welt und unsere Vorstellung vom guten Leben. Unsere Grundwerte ändern sich i.d.R. auch nicht über die Lebensspanne. Es kann sein, dass manche mehr Bedeutung erfahren, weil sie in bestimmten Lebensphasen relevanter sind, als andere oder du auch eine andere Reihenfolgen oder Priorisierung vornehmen möchtest. Aber dein Wertegerüst wird sich nicht einmal komplett umstülpen.

Wie erkennst du deine Werte?

Hol dir gern direkt dein kostenloses Werte-Workbook als Navidationshilfe. In wenigen Schritten gelangst du spielerisch zu deinen 3 wichtigsten Werten.

Warum ist es wichtig, deine Werte zu kennen?

Werte sind unsere Inseln. Sie geben uns Orientierung und Klarheit, sind uns ein innerer Kompass. Wir richten unser Tun auch ganz unbewusst nach unseren Werten aus. Aber wenn wir uns unserer Werte bewusst sind, bekommt unser Tun eine tiefe Bedeutung. Uns ist klar, wofür wir etwas machen wollen, weil es uns wichtig ist.

  • Du kannst leichter Entscheidungen treffen. Entspricht etwas meinen Werten? Will ich das wirklich?
  • Dein Selbst ist dir bewusster. Du trittst selbstbewusster auf.
  • Dir fällt les eichter zu erkennen, welche Menschen, Umgebungen, Jobs zu dir passen.
  • Nach deinen Werten leben und arbeiten macht dich glücklicher.

Wenn du deinen Werten weiter auf die Spur kommen willst oder eine Sparring Partnerin zur Reflexion deiner aktuellen Situation brauchst, melde dich gern bei mir.

Ich wünsche dir eine wertvolle Zeit!

Sandra Kleine
Sandra Kleine

Hinweis: keine Werbelinks, lediglich Namensnennung.

Warum ist Coaching für dich wertvoll?

In meinem Umfeld werde ich von Zeit zu Zeit auf mein neues Wirkungsfeld angesprochen. Coaching – aha. „Hat sich das Psychologiestudium ja doch gelohnt.“ Wer mit Persönlichkeitsentwicklung bisher eher wenig Berührungspunkte hatte, denkt möglicherweise direkt an Psychotherapie. Ist es aber nicht. Die Vorstellungen, was ich da genau mache, gehen weit auseinander. Das psychologische Grundwissen ist für mich dennoch nützlich, warum erfährst du in diesem Text.

Was ist Coaching?

Coaching ist ein intensives Eins zu Eins Gespräch in einem geschützten Rahmen, in dem die Kundin an ihrem individuellen Ziel arbeiten kann. Als Coach unterstütze ich sie dabei und lenke den Prozess gezielt durch Fragen und Übungen.

Meine Haltung als Coach

Ich gehe davon aus, dass mein Gegenüber psychisch gesund ist, es also keine psychische Erkrankung vorliegt. Psychische Erkrankungen können z.B. affektive Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, Süchte, Phobien, Traumata oder Zwangsstörungen sein. Das Anliegen von Psychologischer Psychotherapie ist die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit, durch z.B. Gesprächstherapie Einzeln, in Gruppe, Medikamentöse Behandlung uvm. Auf der Seite des Verbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen gibt es eine Übersicht welche Berufsbilder es in der Psychologie gibt und wann eine Psychotherapie ratsam ist.

Thematisch von einer Störung zur nächsten stolpernd, wurde während meines Psychologiestudiums wenig beleuchtet, was die Leute eigentlich mental glücklich und gesund macht, bzw. hält. Auch von Coaching habe ich nur von Business Coaching im Rahmen der Führungskräfte- und Personalentwicklung gehört. Im Business Coaching beauftragt i.d.R. die Firma X einen Coach um ihre Führungskräfte von Y nach Z zu entwickeln. Der Unterschied im Life Coaching oder Personal Coaching ist der Auftraggeber. Hier ist nämlich Auftraggeber und Kunde in einer Person.

Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe

Coaching ist für jedermann etwas ist, der durch nachdenken allein mit einer Fragestellung nicht weiterkommt. Klingt banal, aber oftmals erlebe ich die erstaunlichsten Aha-Erlebnisse bei vermeintlich kleinen Themen. Dies geschieht, weil wir im Coaching einen Perspektivwechsel vornehmen, ich gezielt Fragen stelle oder Kreativmethoden anwende durch die sich neue Lösungsräume eröffnen können. Als Coach setze ich Impulse, aber schlage keine konkrete Lösung vor. Im Coaching wollen die KundInnen in ihr eigenes Potenzial kommen oder ein bestimmtes berufliches oder privates Ziel erreichen. Die Fähigkeit zum Selbstmanagement ist entscheidend: Die KundInnen wissen am besten, was gut für sie ist. Wir müssen es nur gemeinsam ans Licht holen und Schritt für Schritt einen Fahrplan erarbeiten, wie sie ihr persönlich gewähltes Ziel erreichen können.

Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das bedeutet ein neues Leben beginnen.

Marc Aurel

Was ist Coaching nicht?

Neben der bereits angesprochenen Therapie, möchte ich noch zwei weitere Bereiche unterscheiden. Coaching wird oft in einem Atemzug mit Beratung und Training genannt. Das liegt zum Einen daran, dass viele Coaches auch Berater und Trainer sind, dennoch sind diese 3 Bereiche fachlich voneinander zu unterscheiden.

In einer Beratung suche ich Informationen von einem Experten. Der mir dann Lösungen aufzeigt. Z.B. in einer Gründerberatung bekomme ich erklärt, was die rechtlichen Rahmenbedingungen sind und was ich Schritt für Schritt zu tun habe, wenn ich mich selbstständig machen möchte.

In einem Training, was meistens in Gruppen stattfindet, werden durch Rollenspiele oder Gruppenarbeiten Situationen simuliert, in denen man gemeinsam ein bestimmtes Verhalten üben/ trainieren kann, z.B. ein Kommunikationstraining.

Wann ist Coaching nützlich?

Melden sich noch skeptische Anteile in dir, warum Coaching sinnvoll ist? Hier noch einmal ein kurzer Überblick:

Im Coaching arbeitest du an deinem persönlichen Wachstum und deiner individuellen Zielerreichung. Es unterstützt dich bei deiner professionellen und privaten Weiterentwicklung! Längst sind nicht mehr nur Führungsthemen relevant, sondern häufig führen Menschen die folgenden Fragestellungen ins Coaching.

  • Was will ich wirklich?
  • Wie kann ich mit einem Konflikt umgehen?
  • Wie kann ich meinen inneren Schweinehund überwinden und ins Tun kommen?
  • Wohin kann ich mich beruflich neu orientieren?
  • Wie kann ich meine Ziele erreichen und wo fange ich an?

Coaching zum Thema Purpose und Berufung funktioniert auch in der Gruppe, z.B. in einem Workshopformat. Dort arbeitet jeder an seinem individuellen Ziel, aber hat zusätzlich die Möglichkeit sich Feedback von den anderen Teilnehmern einzuholen und somit sein Selbstbild zu reflektieren.

Ganz gleich ob 1:1 oder in der Gruppe – Die meisten Kunden nehmen eine große Portion Selbsterkenntnis und Motivation für den eigenen Weg mit.

Du möchtest das auch erfahren?
Dann sprich mich gerne an und vereinbare dein kostenfreies Kennenlerngespräch.

Zwei Wege der Motivation

Zwei Wege der Motivation

Es gibt zwei Wege der Motivation : „weg von etwas“ und „hin zu etwas“. Was motiviert dich, das zu machen, was du jeden Tag machst?

Früher

war mein Antrieb stark „weg von“ geleitet. Ich wollte aus einem unliebsamen Job nach dem anderen einfach nur wieder raus. Anfangs war die Abwechslung spannend, aber ich war nur wenig erfüllt davon. Ich habe glücklicherweise verstanden, dass ich grundständiger anfangen muss.

> Was will ich eigentlich?
> Was treibt mich an?
> Wofür möchte ich mit meiner Arbeitskraft beitragen?

Dies möchte ich meinen KundInnen im Purpose Coaching auch ermöglichen! Jeder Mensch hat eine individuelle Antriebskraft. Ich möchte, dass jeder diese für sich (wieder) entdecken und nach ihr sein (Berufs-)Leben ausrichten kann. Das kann sehr vielseitig sein. Ein Ehrenamt ausüben, die Arbeitszeit verändern, die Abteilung wechseln oder ganz neu umzusatteln. Mit Selbstreflektion und Selbsthilfelektüre kann schon viel klarer werden. Aber im Austausch, im Gespräch kommt noch einmal ein ganz anderer Prozess in Gang.

Was sind deine unbewussten Motive?

> Leistung und eigene Weiterentwicklung?
> Macht und Status?
> Anschluss und Beziehungsaufbau?

„Ein guter Weg, um die eigenen Motive besser kennenzulernen, ist, sich selbst und seine Gefühle genauer zu beobachten. Denn Emotionen sind gewissermaßen die Sprache unserer Motive.“

Zeitzuleben

Heute

kann mich meine „hin zu etwas“ Motivation viel mehr begeistern. Kleine Freiheiten, wie Yoga am Morgen oder Mittagspause, wenn ich Hunger habe motivieren mich, meinen Weg zu gehen.

Denn meine Vision von einer menschenfreundlicheren Arbeitswelt, fängt erst einmal bei mir selber an. Ich bin nicht immer gleich leistungsfähig oder produktiv. Wir Menschen sind zyklische Wesen und Ruhe gehört genauso dazu, wie Aktion. Ich trage gern dazu bei, dass sich dieses Bewusstsein auch in der Wirtschaft weiter fortpflanzt!

Zwei Wege der Motivation

Was treibt dich an? Welcher der zwei Wege der Motivation ist es bei dir? Und ist es eher die Unzufriedenheit, die dich weg von etwas treibt oder die Vision hin zu etwas?

Sandra Kleine
Sandra Kleine

Das Wesen der Arbeit ist das Engagement für das Allgemeinwohl

Blume, die durch Steine durchwächst mit Zitat

In diesem Blogbeitrag lasse ich einen wichtigen Meilenstein im Aufbau einer Purpose Coach Plattform revue passieren und was mir dabei wichtiges aufgefallen ist in Bezug auf die Zusammenerbeit dort und das Wesen der Arbeit im Allgemeinen.

Purpose Community Event

Über letzten Samstag hatte ich ja in meinen Stories schon kurz berichtet. Es war ein unglaublich kraftvoller, gefühlvoller Workshop in Köln. Geballte Purpose Power in einem Raum sozusagen. Über 20 Coaches, die ihre KundInnen, Teams und Unternehmen in Purpose-Prozessen begleiten. Seit Anfang April, die komplette Coronazeit hinweg, hat ein Kernteam von 7 Frauen collaborativ und remote eine Purpose Plattform „The-Purpose-Network“ (coming soon) entwickelt. In Sprint Zyklen kamen wir in Videoanrufen zusammen, machten teils direkte Brake-out Sessions zu kleineren Arbeitspaketen, die wir dann wieder in der Runde vorstellten und anreicherten. Oder die neuen kleinen Arbeitskreise fanden sich gesondert zusammen um Zielgruppe, Personas, Bildwelten, Texte, Prozesse und unser Wofür zu erarbeiten.

WOFÜR ist das Stichwort!

Im Workshop wollten wir nicht einfach nur die Website präsentieren und sagen hier sind die Konditionen und hier könnt ihr euer Profil einstellen. Sondern uns war wichtig, dass die Energie überschwappt. Warum haben wir uns eigentlich über die letzten Monate immer und immer wieder getroffen und daran gearbeitet?

Wofür gebe ich meine Persönlichkeit und meine Zeit da rein?
Welche Vision verbinde ich damit?
Was wird dadurch möglich, was über mich hinaus geht?

Fishbowl: diese Fragen beantworteten wir im inneren Kreis und öffneten ihn dann zu einem großen Kreis, in dem jede zu Wort kommen konnte um ihr eigenes Wofür zu ergänzen. Da jagte eine Gänsehaut die nächste! Und unsere Vision von dem überschwappenden Gefühl ging auf! Ein wahrlich magischer Moment.

Mehr Gefühl in die Wirtschaft!

Mir liegt das Projekt total am Herzen. Nicht nur, weil ich von Anfang an im Kernteam daran mitgearbeitet habe, sondern weil die Art und Weise des Zusammenarbeitens so besonders ist. Voller Vertrauen und Wertschätzung, selbstorganisiert und – mit Purpose. Ich hatte von Anfang an das große Ganze im Blick und finde die Vorstellung mit dieser Plattform Purpose mehr Gesicht zu geben, großartig! Durch die Arbeit mit dem Thema Purpose wird mehr Selbstannahme und Selbstliebe ermöglicht, für mich ganz persönlich, aber auch für jeden Coachee, der durch den Prozess geht. Es sorgt für mehr Frieden – im Innen und Außen. Wer mit sich im Reinen ist, geht auch harmonischer mit seinem Umfeld um. Für mich steht The-Purpose-Network auch für mehr Verbundenheit zwischen den Menschen, echte Beziehungen und mehr Gefühl in der Wirtschaft! Mir liegt etwas am Herzen, wir benutzen diese Sprichwörter inflationär, ohne uns über ihre Bedeutung im Klaren zu sein. Mehr Gefühl, mehr Herz darf Raum haben in unserem Miteinander im Privaten aber dringlicher noch im Berufsleben. Und wenn es dort harmonischer zugeht, hilft das nicht nur der einzelnen Person, sondern beeinflusst das Leben Vieler, sorgt für das Allgemeinwohl!

„Das Wesen der Arbeit ist das Engagement für das Allgemeinwohl“

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Du musst nicht von allen gemocht werden“ von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga (unbezahlte Werbung). Dieses Buch hat mich total fasziniert und inspiriert! Es wirft auf einige Prägungen ein anderes Licht. In diesem Buch diskutieren ein junger Mann und ein älterer Philosoph über die Psychologie Alfred Adlers (1870-1937), Begründer der Individualpsychologie.

Folgende Aussagen treffen bei mir auf Resonanz: „Engagement bedeutet nicht Selbst-Aufopferung. … Diejenigen, die ihr eigenes Leben für andere opfern, haben sich zu sehr an die Gesellschaft angepasst.“ … „Das am einfachsten verständliche Engagement für andere ist wahrscheinlich die Arbeit. Mitglied der Gesellschaft zu sein und ins Berufsleben einzutreten. Oder sich um den Haushalt zu kümmern. Arbeit ist kein Mittel, um Geld zu verdienen. Arbeit ist das, wodurch wir anderen etwas geben und unseren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Und durch Arbeit können wir wirklich spüren, dass wir ‚für jemanden wichtig sind‘ und sogar lernen, den Wert unseres Daseins anzunehmen.“

Da steckt so viel drin, dass häusliche Arbeit und Care-Arbeit immer noch viel zu wenig wertgeschätzt wird in der Gesellschaft und der Wert eines Menschen nicht abhängig davon sein darf, welchen Jobtitel er hat… aber kommen wir direkt zum Kern:

Purpose als Wesen der Arbeit

Wenn Purpose auch in der Wirtschaft mehr Einzug hält und verstanden wird, dann ist klar, dass der unternehmerische Zweck nicht die Maximierung von Gewinn ist. Produkte/ Dienstleistungen, ja die ganze Existenz eines Unternehmens sollte dem Wohle der Allgemeinheit dienen und nützliche, nachhaltige Ideen hervorbringen. Damit meine ich nicht die Argumentation, dass Unternehmen ja Arbeitsplätze schaffen und Familien ernähren. Nein! Die Klimakrise mahnt uns alle noch einmal mehr, dass unsere Aufgabe hier auf dieser Welt es nicht ist, die eigenen Taschen voll zu machen, sondern uns als Individuum mit unserer Persönlichkeit und Talenten zu erkennen und diese in der Gemeinschaft zum Wohle Anderer zum Ausdruck zu bringen. Das Schöne ist, dass diese Art der Arbeit uns Menschen auch etwas zurückgibt: Wohlbefinden.

Organisationen müssen sich ebenfalls diese Fragen stellen: Wozu machen/produzieren/verkaufen wir das eigentlich tagtäglich? Welchen Beitrag leisten wir damit zum Wohle anderer und für eine bessere Welt?

Entscheidung treffen mit Bauchgefühl: warum ich Purpose Coach geworden bin? Teil 3/3

Bauchgefühl

Teil 3 dieser kleinen Reihe zum Start meines Blogs dreht sich ums Bauchgefühl, und wie ich die Entscheidung traf voll und ganz in die Selbstständigkeit als Coach zu gehen.

Wieder im Hamsterrad drin

Nach einem arbeits- und fortbildungsreichen Jahr 2019 bis Anfang 2020 war ich zwar mit Vollgas auf meinem Weg unterwegs, was mich unglaublich stolz machte! Das rote Fähnchen auf dem Zielberg war endlich wieder zu sehen. Aber es war auch ultra anstrengend! Nach der Elternzeit stieg ich in einen neuen Job ein, wo ich mich beweisen wollte, wobei ich mit der Umstellung vom slowly Baby-Life auf diese getaktete Arbeitswelt schon genug zu tun hatte. Das Umfeld war für mich noch nicht stimmig. Coach zu sein im Nebenberuf hieß tagsüber Geld verdienen, nachmittags Familienzeit, abends teilweise berufliche Veranstaltungen, teilweise online Weiterbildungen oder auf längeren Seminaren weg zu sein. Der Aufbau meiner Selbstständigkeit war praktisch erst nach 21Uhr möglich. Dennoch entstand autodidaktisch meine Website und ich hatte die ersten Gespräche. Und schon war ich wieder drin im Hamsterrad von eigenen Vorstellungen und Leistungsdruck – konfrontiert mit Antreibern aus meiner Prägung: Reiß dich zusammen und streng dich an! Mach schnell! Alles nach dem Motto: Alles, was nicht tötet, härtet.

Puh, da ist es wieder das Bauchgefühl!

Es sticht! Moooment, was war nochmal genau mein Ziel? Ich möchte mehr Freiraum um glücklich und sinnerfüllt zu arbeiten und mir mein (Arbeits-)Leben so zu gestalten, wie es zu mir passt.

Wie du herausfinden kannst, was zu dir passt?

Manchmal bedarf es dafür mehr Zeit und Tiefe, z.B. in einem Coaching, aber hier 2 kleine Anregungen. Die klassische Pro/Contra-Liste kennst du vielleicht. Diese eignet sich sehr gut, wenn du ein analytischer Typ bist und gern verschiedene Szenarien für dich durchdenkst. Allerdings erinnere ich nochmal an Learning 3 aus meinem letzten Blogartikel. Herz über Kopf! Die Gefahr besteht leider, dass du Entscheidungen triffst, weil du denkst, dass man das so macht, weil die Erziehung und die Gesellschaft das so von dir erwartet. Ohne dass es vielleicht deinem innersten Vorstellungen entspricht. In der Psychologie nennt man das Phänomen Soziale Erwünschtheit, was in Fragebögen oft durch Kontrollfragen versucht wird herauszumitteln.

Was sagt das Bauchgefühl dazu?

Wie kannst du dich aber beim selbst befragen, davor schützen sozial erwünscht zu entscheiden? Und wie kannst du wieder mehr auf dein Bauchgefühl hören? Meditation kann ein Weg sein wieder mehr in die Intuition zu kommen. Höre in der Stille genau in dich hinein und sei offen, was da kommt. Eine weitere Methode, die ich sehr erstaunlich finde, ist an die Kinesiologie angelehnt. Du stehst mit geschlossenen Augen, Beine hüftbreit auseinander und Arme neben dem Körper. Stelle dir im Geiste eine Frage, die du mit Ja oder Nein beantworten könntest. Und dein Körper wird dir die Antwort zeigen. Vorbewusst weiß dein System schon, was gut für dich ist, bevor es dir gedanklich bewusst ist. Bei einem Ja, zieht es deinen Körper sanft nach vorn. Bei einem Nein zieht es ihn sanft zurück. Probiere es doch einfach mal aus.

Meine Entscheidung war ein Sprung ins kalte Wasser

Anfang diesen Jahres fasste ich den Entschluss: Erst wenn eine Tür wirklich zu ist, kann eine Neue aufgehen, wie meine Mama früher immer schon zu mir gesagt hat. Nicht alle Prägungen aus der Erziehung sind negativ, es gibt auch viele positive. 😉 Ich hörte auf mein Bauchgefühl, weniger auf die Bedenken, denn ich möchte meinen Traum mit ganzer Kraft verfolgen können und nicht nur so nebenbei. Außerdem habe ich schon immer einen Hang zu Sprüngen ins kalte Wasser gehabt. So bin ich Anfang des Jahres voll und ganz in die Selbstständigkeit gestartet.

Nun noch die Beantwortung der Frage: Warum bin ich eigentlich Purpose Coach geworden?

Wegen all dem – meinen Erfahrungen, Überzeugungen und Stärken. Ich kann etwas bewirken für eine bessere Welt. Weil das äußere Wachstum, dem inneren Wachstum folgt, helfe ich Menschen nun dabei sich selbst und damit auch automatisch ihren Weg zu finden. So gestalten wir gemeinsam eine bessere, friedlichere, nachhaltigere, liebevollere, authentischere, sozialgerechtere Welt von innen heraus und gleichzeitig ein angenehmeres Miteinander im Alltag und im Berufsleben.

Habe den Mut deinem Bauchgefühl zu vertrauen und gestalte deinen Weg!

Sandra Kleine